Für die Rüruprente, der Riesterrente für Selbstständige, gibt es diverse zusätzliche Leistungen, die steuerlich gefördert werden. Die höheren Beiträge, die zum Beispiel durch den Abschluss einer Option zugunsten ihrer Erben anfallen, können sie in ihrer Steuererklärung gelten machen und so Steuern sparen. Dieser Schuss kann jedoch nach hinten losgehen. Was ihnen der Staat vorher schenkt, nimmt er ihnen unter Umständen im Alter wieder ab, indem er ihnen eine niedrigere Rente auszahlt.Dabei ist der Gedanke durchaus interessant, die Rürupvorsorge nicht nur zur Sicherung des Lebensstandards im Alter zu verwenden. Bis zum Höchstsatz von neunundvierzig Prozent der monatlichen Zahlungen können auch als Absicherung dafür verwendet werden, das sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können oder sie ihre Familie absichern wollen. Das man dafür noch steuerlich günstiger steht, ist natürlich reizvoll.
Nun gibt es die oben genannten Absicherungen nicht ganz umsonst. Wie bei jeder Risikoversicherung muss sich auch hier die Möglichkeit, dass die Rente vor Fälligkeit schon gezahlt werden muss, kalkulatorisch niederschlagen. Dies geschieht, indem später eine entsprechend geringere Rente ausgezahlt wird, der der Risikoanteil abgezogen wurde.
Ihre Familie können sie ohnehin nur bedingt damit absichern. Zum einen müssen sie verheiratet sein; nichteheliche Lebensgemeinschaften fallen nicht unter diese Vergünstigung. Auch Kinder die das fünfundzwanzigste Lebensjahr erreicht haben, gehen dann leer aus. Sparen sie sich diese Option, bekommt ihre Versicherung das übrige Kapital. Die Familie ist dann in keinem Fall abgesichert und erhält nichts von ihrer Rüruprente nach ihrem Ableben.
Den Versicherungsschutz verliert man im übrigen auch, wenn man die Beiträge nicht mehr zahlen kann oder will. Solange sie den Vertrag nicht bedienen, haben sie auch keine Absicherung, da die Zusatzversicherungen untrennbar mit dem Hauptvertrag für ihre Rüruprente verknüpft sind. Hier empfiehlt es sich, den Schutz ihrer Angehörigen und ihrer Arbeiskraft mit einem weiteren Vertrag zu gewährleisten um in Zeiten knapper Kassen den Schutz nicht zu verlieren.
10. Juni 2008
Jeder weiss es inzwischen: die Versorgungslücke im Ruhestand wird beständig grösser, die Einkommen immer kleiner. Lassen sie sich durch diese schlechten Nachrichten nicht entmutigen. Um eine optimale Altersvorsorge aufzubauen und um finanzielle Unabhängigkeit dauerhaft zu gewinnen, müssen sie nach einem einfachen Plan vorgehen. Das wird nicht nur ihre Finanzen verbessern, sondern auch ihnen selbst Aufschwung verschaffen. Bei Beachtung von vier wichtigen Punkten kann eigentlich nichts mehr schief gehen.„Geld ist nicht alles”, sagt der Volksmund und hat damit wie so oft bei solchen Weisheiten ein Stück weit recht. Natürlich ist es wichtig, dass sie sparen und ihr Geld vermehren, damit sie auch später ihren Lebensstandard halten können. Viel wichtiger ist aber, dass es ihnen selbst gut geht. Die höchste Rente ist nutzlos, wenn sie nicht mehr gesund sind, wenn sie sie beziehen oder sie frustriert sind, weil sie allzu viele Lebensziele nicht erreicht haben. Daher ist es vorrangig, dass sie zuallererst an sich selbst denken, wenn sie ihr Geld anlegen. Nirgendwo ist es besser investiert als in ihre Bildung und ihr Wohlbefinden. Sind sie geistig, körperlich und seelisch auf der Höhe gelingen ihnen Dinge, die ihr Konto von ganz allein füllen. Jeder Euro, den sie in ihre Aus,- und Weiterbildung stecken wir sich hundertfach bezahlt machen, da sie damit für ihr Fortkommen sorgen. Ein besserer Job und ein höheres Gehalt ist die beste Altersvorsorge und das erreichen sie, wenn sie nie müde werden, an sich zu arbeiten. Auch Wirtschaftskrisen und Globalisierung können ihnen dann nichts mehr dauerhaft anhaben, da sie für alle Herausforderungen fit sind. Sie schlüpfen aus der Opferrolle und werden selbst zur treibenden Kraft. Das nimmt ihnen jede Zukunftsangst und fördert durch das so gewonnene Selbstbewusstsein und Wohlbefinden ihr Gesundheit.
„Selbst ist der Mann” ist auch so ein beliebtes Sprichwort das besonders dann oft zu hören ist, wenn sich Laien an Projekte wagen, für die sie eigentlich weder das nötige Wissen noch Können mitbringen. So mancher der meinte Geld zu sparen, wenn er Gas,- oder Wasserinstallationen selbst vornimmt, anstatt einen fachkundigen Handwerker zu bestellen, hat das schon bitter bereut. Genauso verhält es sich etwa auch mit der Steuererklärung, für deren Anfertigung man zwar jede Menge Literatur und Software findet, die aber echtes Fachwissen niemals ersetzten können. Viel klüger ist man beraten, wenn man für wichtige und schwierige Aufgaben Experten sucht. Die erledigen das gleiche sehr viel besser in sehr viel weniger Zeit, Zeit im Übrigen, die sie anderweitig und gewinnbringender einsetzten können. Der vermiedene Schaden und der finanzielle Gewinn machen die Kosten für fachkundigen Rat schnell wieder wett. Genauso sollten sie auch bei allen Finanzfragen Fachleute heran lassen. Ihre Rendite wird höher sein und ihre Altersvorsorge optimal, so dass sich der Expertenrat schnell rechnet.
Der Finanzmarkt funktioniert nach gewissen Regeln, die man kennen sollte um nicht auf falsche Versprechen hereinzufallen und nach denen man seine eigene Anlage ausrichten sollte. So vermehrt sich Geld durch den Zinseffekt exponentiell. Das bedeutet, nur duch langes und regelmässiges Sparen erreicht man irgendwann den Zeitpunkt, an dem sich das Geldvermögen ganz von selbst dramatisch vermehrt. Hohe Renditen sind immer risikobehafter als niedrige ist eine ebenso banale wie wichtige Erkenntnis, die viele ausser Acht lassen, wenn ihnen goldene Berge versprochen werden. Sicherheit und Traumrenditen gibt es nie auf einmal. Wer sich beraten lässt, muss dafür zahlen. Wer etwas anders glaubt irrt gewaltig, denn er sitzt dann nicht in einem Beratungs,- sondern einem Verkaufsgespräch.
Kaufen sie niemals Finanzprodukte, deren Natur sie nicht verstehen. Sie sollten die Basis ihrer späteren Existenz nicht in etwas investieren, von dem sie nicht wissen wie es funktioniert. Nur wenn ihnen selbst völlig klar ist was ihr Geld tut, können sie ihre Vorsorge auch richtig einschätzen.
10. Juni 2008