Tagesarchiv für den 17. Juli 2008

Berufsunfähigkeitsrisiko ist keine Frage des Alters

Wer jung und gesund ist und gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat oder sich sogar noch darin befindet, macht sich meistens keine Gedanken darüber, welche Folgen eine durch Unfall oder Krankheit ausgelöste Berufsunfähigkeit haben könnte. Dabei ist das Risiko in jedem Alter gleich hoch, egal ob es sich um einen Unfall oder eine Krankheit handelt, der diese schwere Folge nach sich zieht. Um in einem solchen Fall wenigsten finanziell nicht ins Abseits zu geraten, sollte man schon so früh wie möglich eine entsprechende Berufsunfähigkeitsversicherung abschlie?en. Das spart nicht nur Beiträge, sondern erleichtert auch den Abschluss einer solchen Police.Während die meisten Jugendlichen zwar durch ihr Elternhaus gegen Unfallrisiken versichert werden, fehlt ihnen jeder Schutz, wenn sie auf Grund einer Krankheit ihren erlernten Beruf nicht mehr ausüben können. Das Risiko, dass dies durch einen Unfall verursacht wird, ist entgegen der landläufigen Vorstellung nicht annähernd so hoch wie das, durch eine Krankheit in Mitleidenschaft gezogen zu werden. Nur drei Prozent aller Fälle von Berufsunfähigkeit werden durch Unfälle verursacht, der gro?e Rest durch Krankheit. In diesem Fall ist eine Unfallversicherung nutzlos, da sie nahe liegender weise dieses Risiko nicht abdeckt. Daher ist jeder gut beraten, egal ob er sich noch in Ausbildung befindet oder schon arbeitet, möglichst frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Die ersten fünf Berufsjahre steht man ansonsten ohne jede Absicherung da. Solange muss man mindestens sozialversicherungspflichtig gearbeitet haben, bevor man wenigstens einen Anspruch eine Erwerbsminderungsrente hat.

Wer sich also früh schon als Azubi absichert, besteht nicht nur in aller Regel mit Leichtigkeit die Gesundheitsprüfung, sondern profitiert von günstigen monatlichen Beiträgen. Wird es nach der Ausbildung ernst und man arbeitet im ersten Job, ist keine weitere Gesundheitsprüfung erforderlich. Das lohnt vor allem für angehende Handwerker, die wegen ihrer Tätigkeit einem höheren Unfall,- und Krankheitsrisiko ausgesetzt sind. Diese wichtige Absicherung sollte man nicht vernachlässigen, da sie viel wichtiger als andere Versicherungen ist. Wer seine Arbeitskraft verliert, wird sonst zwangsläufig Sozialhilfeempfänger.

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Durchschnittsrente steigt

Endlich einmal eine erfreuliche Nachricht zum Thema Rente. Während die letzten Jahre die Nachrichten von ständigen Negativmeldungen zur Rente beherrscht wurde, egal ob es sich um Anhebung der Lebensarbeitszeit, sinkende Rentenansprüche oder die Notwendigkeit zur privaten Vorsorge zur Verhinderung von Altersarmut handelte, immer ging es um ein Weniger, dass der heutige und vor allem zukünftige Rentner von der gesetzlichen Rentenkasse zu erwarten hat.Die aktuelle Statistik der Rentenanstalten zeigen dagegen für das vergangenen Jahr eine erfreuliche Entwicklung der Rentenhöhe. Während 2006 die Durchschnittsrente noch bei 630 EUR monatlich lag, sind es für das vergangene Jahr satte 41 Euro mehr, die der Neurentner im Schnitt erhält. Der Grund dafür ist jedoch nicht etwa einen deutliche Rentenerhöhung, die man vergessen hätte zu kommunizieren. Kaum vorstellbar, dass solch gute Nachrichten verschwiegen würden. Vielmehr liegt die Steigerung darin begründet, dass im vergangenen Jahr mehr Arbeitnehmer mit einer höheren Lebensarbeitszeit aus dem Berufsleben ausgeschieden sind. Seit ´92 steigt das Renteneintrittsalter sukzessive an. Dies wurde im Rahmen der Rentenreform so beschlossen. Wer die volle Rente ohne Abzüge erhalten will, muss also beständig länger arbeiten. Wer früher ausscheidet, mit mit einem Abschlag pro Jahr von fast vier Prozent rechnen. Alle Arbeitnehmer ab dem Geburtsjahr ´64 werden abschlagsfrei erst mit 67 Jahren Altersbezüge erhalten. Das gleiche gilt auch für Arbeitslose, die sich für eine Frühverrentung entscheiden, anstatt bis zuletzt nach einem neuen Job zu suchen oder vermeiden wollen, Harz IV – Bezieher zu werden.

Die durchschnittliche Rentenhöhe liegt in den alten Bundesländern deutlich höher als in den neuen, da sie insgesamt mehr Versicherungsjahre nachweisen können.

Wer sich trotz der hohen Abschläge für einen vorzeitigen Ruhestand entscheidet, hat in der Regel sehr viele Beitragsjahre eingezahlt und gehört damit zu einer Gruppe, die sich einen Abzug bei der Rente am ehesten leisten kann. Diese Personen gehen im Alter von Dreiundsechzig bis Fünfundsechzig in den Ruhestand und erhalten im Schnitt Bezüge von 821 Euro.

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