Tagesarchiv für den 28. Juli 2008

Altersvorsorge: Infos sammeln und Blockaden überwinden

Altersvorsorge ist nicht gleiche Altersvorsorge. Das merkt man spätestens dann, wenn man nach Jahren entbehrungsreichen Sparens feststellt, dass das angelegte Geld sich nicht vermehrt sondern verringert hat. Eine Ernüchternde Feststellung, die die finanzielle Sicherheit im Rentenalter gefährdet, und dass, obwohl man glaubte, alles richtig gemacht zu haben.Um sich nicht in die Armut zu sparen, müssen die Geldanlage mit Bedacht gewählt werden und die richtige Strategie muss zum Einsatz kommen.

Regel Nr. 1 lautet daher, nicht auf jedes Renditeversprechen herein zu fallen, dass einem irgendwo präsentiert wird. Beispiel Internet: viele so genannte Direktbanken, also solche ohne kostspieliges Filial,- und Vertreternetz, bieten vorderhand gute Konditionen, meist mit der Begründung, Kostenvorteile an die Kunden weiter zu geben. Die Standardprodukte dieser Anbieter sind meist Tagesgeldkonten, die deshalb so heißen, weil das Geld jederzeit abrufbar ist. Gut, wenn man sein Geld für einen gewissen Zinssatz arbeiten lassen will, es aber jederzeit zur Verfügung haben will. Die Zinsen sind hier naturgemäß niedriger als bei einer längerfristigen Anlage, da die Bank jederzeit damit rechnen muss, dass der Kunde das Kapital entzieht. Das ist in der Kalkulation mit eingerechnet. Zum Sparen für das Alter eignen sich solche Konto also nicht, zumal sich der Zinssatz jederzeit auch zu Ungunsten des Anlegers ändern kann. Ein langfristige Zinsbindung wird hier natürlich nicht geboten. Ausserdem: man genießt weder Steuervorteile noch erhält man staatliche Zuschüsse, also fressen weitere Renditekiller am mühsam gesparten Kapital.

Also weg von diesem Konto und das Geld in einen Fonds investieren. Hier sind die Renditen besser und die Steuer greift ebenfalls (noch) nicht zu, solange das Geld dort wenigstens ein Jahr bleibt. Allerdings gibt es Fonds zuhauf. Jetzt kommt es erst einmal auf die richtige Auswahl an. Es sollte eine gute Mischung aus Rendite und Sicherheit sein, die hier die Entscheidung tragen sollte. Am besten man entscheidet sich für ein Investment, das Aktien von Unternehmen enthält, von deren Geschäften man sich eine klare Vorstellung machen kann. Finger weg von Produkten, die man nicht begreift. Man kann sich ansonsten keine eigene Meinung über die Qualität der Anlage bilden. Auch sollte man sich von der Bank nicht dazu überreden lassen, sein Geld häufig umzuschichten. Auch wenn der gewählte Fonds im Augenblick nicht die gleiche Performance aufweist wie ein Konkurrenzprodukt, sollte man erst einmal dabei bleiben. Die Gebühren, die bei einem Wechsel fällig werden, fressen den möglichen Mehrgewinn meistens schnell wieder auf.

Auf die Rendite sollte man auch bei den als sicher erachteten Versicherungsprodukten achten. Die ist meist nicht so hoch, wie es erst den Anschein hat. Gerade Rentenpläne ergeben im Endergebnis oft eine Verlust statt einen Gewinn und sind außerdem zu versteuern.

Um die richtige Anlage zu finden ist also Eigeninitiative gefragt, statt auf so genannte Experten zu hören. Nur wenn man auf Grund eigener Informationen eine Anlage mit ausreichender Sicherheit und akzeptabler Rendite findet, hat man für das Alter richtig vorgesorgt.

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Versicherung direkt – ein wenig genutzter Komfort

Das Internet hat in allen fast allen Lebensbereichen Einzug gehalten und ist selbst bei älteren Semestern beinahe so selbstverständlich geworden wie ein Telefon. Ganz normal ist es für fast neunzig Prozent der Bevölkerung inzwischen, Bankgeschäfte online abzuwickeln. Die klassische Überweisung auf Papier ist ein aussterbendes Modell. Was bislang jedoch noch kaum über das Internet genutzt wird sind Direktversicherungen, die online die gleichen Vorzüge bieten wie ein Online-Konto. Jedoch nur eine kleine Minderheit verwaltet ihre Versicherungen auf diese Weise. Dabei kann vom Vertragsschluss über Aktualisierungen von Daten bis zu Vertragsänderungen alles bequem von zu Hause aus vorgenommen werden, ganz ohne Vertreterbesuch oder Schriftverkehr. Zu allem Überfluss sind die Police meist sogar preiswerter und bieten nicht nur den gleichen Versicherungsschutz wie übliche Verträge, sondern oft sogar mehr. Ganze fünf Prozent der Versicherungsabschlüsse werden nach Angabe der Branchenvertreter online abgeschlossen. Nicht ganz geklärt ist, wie vielen die Möglichkeiten eines Vertragsschlusses und einer Vertragsverwaltung über das Internet überhaupt bekannt sind. Sowohl Geldgeschäft als auch Versicherungen gleichzeitig werden nur von zehn Prozent der Bürger über das Internet abgewickelt. Die geringe Nutzung kann ihren Grund darin haben, das prinzipielle Unterschiede zwischen Geld,- und Versicherungsgeschäften bestehen. Das Online-Banking deutlich billiger ist als die klassische Methode über die Filiale ist inzwischen Allgemeingut. Das Direktversicherungen ebenfalls Kostenvorteile bieten, ist dagegen nicht ganz so eindeutig. Auch ist eine Versicherung je nach Schutzzweck deutlich komplizierter als ein Bankkonto, da es hier auf die Details der Vertragsbedingungen ankommt. Da ist der Weg über den Vertreter einfach bequemer, besonders sobald ein Versicherungsfall eintritt. Zwar lässt sich auch das einfach online erledigen, jedoch fehlt es noch an der nötigen Akzeptanz dieser Methode. Praktisch ist es auf jeden Fall, kann man doch zum Beispiel ohne Aufwand die Deckungssumme einer Hausratversicherung ganz unbürokratisch anpassen, oder den Begünstigten ersetzten, der im Todesfall die Lebensversicherung ausbezahlt bekommen soll.

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