Tagesarchiv für den 03. November 2008

Rürup – Rente und der Fiskus

Die Rürup – Rente ist so zusagen die Riester – Rente für alle Selbstständigen beziehungsweise der Personenkreis, der kein Recht auf eine Riester – Förderung hat. Da der Staat auch für alle, die nicht gesetzlich rentenversichert sind, die Möglichkeit einer geförderten privaten Altersvorsorge zur Verfügung stellen will, um gerade im diesem Personenkreis drohende Altersarmut zu vermeiden, wurde die Rürup – Rente geschaffen.Der Nachteil, sowohl bei Rürup als auch bei Riester: die Beiträge während der Ansparzeit sind steuerbefreit, auch die Zuschüsse, die man dazu erhält. Das ändert sich jedoch, sobald man die entsprechende Rürup,- oder Riester – Rente bezieht. Diese wird dann nämlich besteuert, da sie als ganz normales Einkommen zählt. Das gleiche gilt übrigens jetzt auch für die gesetzliche Altersrente, die ebenfalls in der Steuererklärung als Einkommen angegeben werden muss.

Der Anteil, der versteuert wird, hängt vom so genannten Besteuerungsanteil ab. Da Endziel der Rentenreform ist, dass zum Schluss alle Altersrenten voll versteuert werden, steigt dieser Anteil jedes Jahr an. Dieses Jahr lag er bei vierundfünfzig Prozent und er steigt jedes Jahr um zwei Prozent. Mit diesem Satz wird die Rente im ersten Bezugsjahr besteuert, danach hat man einen Freibetrag zur Verfügung, der für den Rest des Rentenbezug gilt. Dieser Freibetrag bleibt jedoch auch gleich, wenn die Rente einmal erhöht wird. Das bedeutet, das ein größerer Anteil der Rente versteuert werden muss. Versteuert wird übrigens nicht die Nettorente, sondern die Bruttorente, also der Betrag, den man vor Abzug von Sozialversicherungsabgaben erhält. Ob sich also eine Rürup, – oder Riester – Rente überhaupt rechnet, hängt sehr von der indivduellen Einkommenssituation und damit der Steuerquote ab. Wer noch weitere erwähnenswerte Einnahmen im Alter hat, zum Beispiel Mieteinnahmen oder Zinsen, der zahlt bei der privaten Rente zum Schluss möglicherweise drauf. Wer außer der gesetzlichen Altersrente keine weiteren Einkünfte hat, wird nur dann eine schlechtes Geschäft machen, wenn überhaupt, wenn er die Rente ungewöhnlich lange bezieht.

jetzt kommentieren? 03. November 2008