Halber Job – volle Rente
Wer einen so genannten Midijob ausübt, das heißt, er verdient mehr als eine 400-Euro-Kraft aber weniger als achthundert Euro im Monat, der hat bei der Rente gewisse Vorteile. Diese Art des Beschäftigungsverhältnisses gibt es mittlerweile schon einige Jahre. Etwa ein Million Arbeitnehmer sind auf dieser Basis inzwischen angestellt. Es ist der klassische Halbtagsjob im unteren Lohnsegment, wie es für die Gastronomie und zahlreiche andere Branchen typisch ist. Man genießt allerdings im Gegensatz zum 400-Euro-Jobber den Vorteil, dass man in vollem Umfang sozialversichert ist. Dies sogar mit einem spürbaren Vorteil gegenüber Vollzeitbeschäftigten beziehungsweise solchen Arbeitnehmern, die mehr als achthundert Euro verdienen. Der Arbeitnehmer zahlt nämlich im Verhältnis geringere Beiträge zu den Sozialversicherungen, während der Arbeitgeber für den Beschäftigten den vollen Arbeitgeberanteil abführen muss.Das ist vor allem für die ein spürbarer Vorteil, die gerade etwas mehr als vierhundert Euro verdienen. Die Ersparnis beim Beitrag zur Rentenversicherung fällt netto nämlich umso höher aus, je näher man an dieser Verdienstgrenze ist.
Das ganze hat natürlich auch eine Schattenseite. Da nur nicht der volle Beitrag zur Rente gezahlt wird, fällt diese später dann auch entsprechend geringer aus. Aber es gibt auch hier die Möglichkeit, genau wie bei 400-Euro-Jobs, den Rentenbeitrag auf den vollen Satz aufzustocken. Das funktioniert dort genauso wie bei geringfügig Beschäftigten, indem man den Arbeitgeber schriftlich informiert. Der Arbeitgeber darf sich dagegen nicht wehren, sondern muss den entsprechend höheren Beitrag auf Wunsch des Arbeitnehmers abführen. Dadurch erwirbt der Midijobber auch den vollen Rentenanspruch entsprechend seinem Verdienst.
jetzt kommentieren? 14. November 2008