Riester – Rente: leere Versprechen
Die angeblichen Erfolge, die die Riester – Rente inzwischen angeblich hat, sehen in der Realität etwas anders aus. Die Zuwachsraten, die bei dieser staatlich geförderten Form der privaten Altersvorsorge zu verzeichnen sind, sehen nur auf dem Papier gut aus. Ein bedeutender Teil aller Bürger, die sich für einen Riester – Vertrag entschlossen haben, haben diesen inzwischen lange vor der Fälligkeit wieder gekündigt. Beinahe eine Million Kündigungen liegen bereits jetzt schon vor. Die Gründe dafür hat der Verbraucherschutz untersucht und das Ergebnis betätigt das Misstrauen gegenüber dieser Altersvorsorge.Die Riester – Rente trägt ihren Namen nach ihrem Initiator, dem damaligen Arbeitsminister Riester. Diese seit sieben Jahren bestehende staatlich geförderte private Altersvorsorge für alle Arbeitnehmer betreiben aktuell etwas über zwölf Millionen Bürger. Dreiviertel dieser Sparer hat sich für einen Riester – Vertrag in Form einer Rentenversicherung entschieden, der Rest für verschiedenen andere Riester – Produkte.
Da diese Verträge der Altersvorsorge dienen, haben sie nahe liegender Weise eine lange Laufzeit, manche bis zu dreißig Jahren. Trotzdem haben über eine Million Kunden ihren Riester – Vertrag schon wieder gekündigt oder besparen ihn nicht mehr. Der Verbraucherschutz nennt als Grund dafür, dass gerade die Rentenversicherungsverträge eine sehr kostspielige Angelegenheit seien und für die meisten Kunden auf Grund ihrer komplizierten Struktur auch kaum verständlich. Daher wissen viele beim Abschluss gar nicht genau, welche Kosten mit dem Vertrag eigentlich auf sie zukommen.
So sind die Provisionen für solche Verträge extrem hoch, ähnlich wie bei Lebensversicherungen. Kein Wunder, dass diese Riester – Variante auch aggressiv verkauft wird. Wer sich diese Gebühren sparen will, sollte seine Riester – Förderung besser in einen Banksparplan oder einen Fonds investieren.
Jedenfalls beschweren sich immer mehr Sparer bei der Finanzaufsicht über ihre Riester – Verträge.. Der Verbraucherschutz jedenfalls rät, von einer Riester – Rentenversicherung besser in eine anderes gefördertes Produkt zu wechseln. Schon mit einem minimalen Renditegewinn kann man auch hohe Wechselgebühren wieder kompensieren.
Enttäuscht sind viele darüber, dass der Staat die Riester – Produkte, die er selbst fördert, nicht richtig kontrolliert. So gibt es zum Beispiel keine Vorschriften über die Provisionshöhe. Daher kommt es häufig vor, dass die Nebenkosten eines Riester – Vertrages höher sind, als der gesamte staatliche Zuschuss.
jetzt kommentieren? 22. Dezember 2008