Monatsarchiv für Februar, 2009

Riestern gegen die Krise

Die staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Riester kommt nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam in Schwung. Immerhin zeigt sich einer der großen Vorteile dieser Art, für das Alter zu sparen, gerade in diesen Zeiten einer unerwarteten Wirtschaftskrise. Riester – Verträge sind sicher vor Verlust. Staatliche Zulagen und Garantieverzinsung gibt es auch in schlechten Zeiten; außerdem werden die Spareinlagen der Anleger grundsätzlich so angelegt, dass sie nicht zur Insolvenzmasse des anbietenden Unternehmens gehören. Egal was passiert, die Riester – Rente wird auf jeden Fall ab dem Tag der Fälligkeit ausgezahlt, dafür hat der Gesetzgeber gesorgt. Wichtig bei der Wahl des Anbieters ist es, darauf zu achten, dass er tatsächlich eine Garantieverzinsung anbietet. Ansonsten endet diese Geldanlage womöglich mit Verlust, falls nicht wenigstens die Inflationsrate aufgefangen wird.

Auch die Riester – Variante Banksparplan ist genauso sicher wie ein Riester – Rentenvertrag. Hier bekommt man zwar nur die Zinsen, die der Markt aktuell hergibt; aber dafür ist das angelegte Kapital sicher vor Verlust. Anders sieht es aus, wenn man seine Riesterersparnisse in einen Fondsparplan einzahlt. Hier ist man dem Auf und Ab der Börse zwangsläufig ausgeliefert und hätte im Augenblick wohl schlechte Aussichten auf eine attraktive Zusatzrente. Zugesichert wird bei der letzten Variante nur, dass zum Stichtag mit der Rentenzahlung begonnen wird, nicht, wie hoch diese sein wird.

Wer sich die jährliche Mitteilung über seinen Riestervertrag anschaut und dabei feststellt, dass die Entwicklung nicht so verläuft, wie er sich das vorgestellt hat, sollte trotzdem von einer voreiligen Kündigung Abstand nehmen. Die Gebühren, die manche Anbieter kassieren, machen mitunter bis zu zwanzig Prozent der eingezahlten Beiträge aus. Diese Gebühren zahlt man zuerst,  bevor die eigentliche Sparleistung beginnt. Eine Kündigung ist also nur bei sehr jungen Verträgen ratsam, ansonsten verliert man viel Geld.

Anders sieht es bei Banksparplänen aus. Hier liegen die Gebühren bei moderaten fünfzig bis einhundert Euro, ein Wechsel ist also leicht und ohne große Kosten möglich.

Bei Fondssparplänen sollte man bedenken, dass die letztjährige Aktienentwicklung außergewöhnlich schlecht war und nicht typisch für das sonstige Börsengeschehen. Bevor man diese Verluste nun realisiert, ist Abwarten möglicherweise die bessere Alternative.

jetzt kommentieren? 22. Februar 2009

Rente bleibt die Stütze des Alters

Die absolute Mehrheit der deutschen Senioren bezieht ihre Einkünfte nach wie vor aus der gesetzlichen Rente. Im Westen sind es fast dreiviertel aller Ruheständler, im Osten beinahe alle.

Somit  bleibt die gesetzliche Rentenversicherung nach wie vor die wichtigste Absicherung für das Alter, und zwar mit deutlichem Vorsprung zu allen anderen Vorsorgemaßnahmen. Diese Daten entstammen dem aktuellen Alterssicherungsbericht für das vergangene Jahr. In diesem Papier werden alle möglichen Formen von Alterseinkünften erfasst und miteinander verglichen, insbesondere ihre Gewichtung untereinander.

Sieht man die Alterseinkünfte einmal gesamtdeutsch an, ohne nach Ost und West zu unterscheiden, sind es knapp neunzig Prozent aller Personen im Rentenbezugsalter, die eine gesetzliche Rente beziehen. Der durchschnittliche Betrag, den ein verrentetes Ehepaar im Westen im letzten Jahr erhielt, lag bei immerhin fast zweitausendvierhundert Euro, im Osten bei knapp zweitausend. Wer allein lebt erhält im den alten Bundesländern knapp eintausenddreihundert, in den neuen unwesentlich weniger, nämlich knapp eintausendzweihundert Euro Rente.

An Bedeutung gewinnt die betriebliche Altersversorgung. Über zwanzig Prozent aller Beschäftigten haben mittlerweile Anspruch auf eine Betriebsrente beziehungsweise Zusatzversorgung; dass sind über siebzehn Millionen Personen Das bedeutet, dass über sechzig Prozent aller Arbeitnehmer in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis inzwischen zusammen mit dem Chef fürs Alter sparen.

jetzt kommentieren? 15. Februar 2009

Gesetzliche Rentenversicherung optimieren

Die private und gesetzliche Altersvorsorge wird, jedenfalls bislang, durch die Wirtschafts,- und Finanzkrise nicht nachhaltig beeinflusst. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, sollte jeder seine Altersvorsorge noch ein wenig optimieren.

 

Basis jeder Altersvorsorge ist dabei immer die gesetzliche Rente. So sehen das jedenfalls die meisten Bürger noch immer. Allen Unkenrufen zum Trotz, ergeben Berechnungen unabhängiger Stellen, dass sich die gesetzliche Altersrente nach wie vor rechnet. Die Rendite ist trotz steigernder Beiträge und längerer Lebensarbeitszeit nach wie vor positiv. Insbesondere die Zusatzleistungen, die man als Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung erhält, verbessern die Leistungsbilanz ganz erheblich. So hat jeder, der Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung zahlt, zum Beispiel Anspruch auf Reha -. Maßnahmen nach einer Krankheit, die ihm helfen sollen, wieder in einen normalen Alltag zurück zu finden. Auch sind Angehörige durch die gesetzliche Rente abgesichert, da sie Anspruch auf eine Hinterbliebenenrente haben. Wirtschaftskrisen können der Rente nur schwer etwas anhaben, da das Umlageverfahren dafür sorgt, dass stets genug Kapital für die laufenden Rentenzahlungen zur Verfügung steht. Anders als bei einer kapitalgedeckten Rente spielt die Rendite, die man auf dem Finanzmarkt erwirtschaften kann, keine Rolle.

 

Jedermann kann sich jährlich in der Renteninformation anschauen, wie es um seine gesetzliche Altersvorsorge bestellt ist. Hier ist jeweils dargestellt, welche Rente man zu erwarten hat, wenn man das bisherige Beitragsniveau bis zum Rentenalter beibehält. Diese Information ist auch hilfreich, um festzustellen, ob alle Beitragszeiten darin erfasst wurden. Oft fehlen zum Beispiel Ausbildungszeiten oder Zeiten der Kindererziehung. Diese kann man problemlos mit Nachweis nachtragen lassen.

 

Wer kein Pflichtmitglied der gesetzlichen Rentenversicherung ist, kann dort freiwillig beitreten und sich eine staatliche Rente sichern. Natürlich erhält man dadurch im Bedarfsfall auch alle weiteren Leistungen der Rentenversicherung, so zum Beispiel eine Erwerbsminderungsrente.

jetzt kommentieren? 09. Februar 2009