Riestern gegen die Krise
Die staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Riester kommt nach anfänglichen Schwierigkeiten langsam in Schwung. Immerhin zeigt sich einer der großen Vorteile dieser Art, für das Alter zu sparen, gerade in diesen Zeiten einer unerwarteten Wirtschaftskrise. Riester – Verträge sind sicher vor Verlust. Staatliche Zulagen und Garantieverzinsung gibt es auch in schlechten Zeiten; außerdem werden die Spareinlagen der Anleger grundsätzlich so angelegt, dass sie nicht zur Insolvenzmasse des anbietenden Unternehmens gehören. Egal was passiert, die Riester – Rente wird auf jeden Fall ab dem Tag der Fälligkeit ausgezahlt, dafür hat der Gesetzgeber gesorgt. Wichtig bei der Wahl des Anbieters ist es, darauf zu achten, dass er tatsächlich eine Garantieverzinsung anbietet. Ansonsten endet diese Geldanlage womöglich mit Verlust, falls nicht wenigstens die Inflationsrate aufgefangen wird.
Auch die Riester – Variante Banksparplan ist genauso sicher wie ein Riester – Rentenvertrag. Hier bekommt man zwar nur die Zinsen, die der Markt aktuell hergibt; aber dafür ist das angelegte Kapital sicher vor Verlust. Anders sieht es aus, wenn man seine Riesterersparnisse in einen Fondsparplan einzahlt. Hier ist man dem Auf und Ab der Börse zwangsläufig ausgeliefert und hätte im Augenblick wohl schlechte Aussichten auf eine attraktive Zusatzrente. Zugesichert wird bei der letzten Variante nur, dass zum Stichtag mit der Rentenzahlung begonnen wird, nicht, wie hoch diese sein wird.
Wer sich die jährliche Mitteilung über seinen Riestervertrag anschaut und dabei feststellt, dass die Entwicklung nicht so verläuft, wie er sich das vorgestellt hat, sollte trotzdem von einer voreiligen Kündigung Abstand nehmen. Die Gebühren, die manche Anbieter kassieren, machen mitunter bis zu zwanzig Prozent der eingezahlten Beiträge aus. Diese Gebühren zahlt man zuerst, bevor die eigentliche Sparleistung beginnt. Eine Kündigung ist also nur bei sehr jungen Verträgen ratsam, ansonsten verliert man viel Geld.
Anders sieht es bei Banksparplänen aus. Hier liegen die Gebühren bei moderaten fünfzig bis einhundert Euro, ein Wechsel ist also leicht und ohne große Kosten möglich.
Bei Fondssparplänen sollte man bedenken, dass die letztjährige Aktienentwicklung außergewöhnlich schlecht war und nicht typisch für das sonstige Börsengeschehen. Bevor man diese Verluste nun realisiert, ist Abwarten möglicherweise die bessere Alternative.
jetzt kommentieren? 22. Februar 2009