Altersarmut vermeiden mit der Grundsicherung

04.November 2008

Sinkende Renten und steigende Preise – das ist eine schlechte Ausgangsbasis für einen sorglosen Ruhestand, falls man nicht zu den Privilegierten zählt, die über eine hohe Rente und sonstiges Vermögen verfügen. Zwar besagt die neueste Statistik über die Einkommensverhältnisse der deutschen Rentner aus, dass Altersarmut noch nicht weit verbreitet ist; dies wird sich jedoch mit Sicherheit in der Zukunft ändern, da die Rentenhöhe im Vergleich zum Arbeitseinkommen stetig sinkt und auch viele nach wie vor keine private Altersvorsorge betreiben beziehungsweise betreiben können. In diesem Jahr nahmen nur knapp zweieinhalb Prozent aller Ruheständler die so genannte bedarfsabhänige Grundsicherung in Anspruch. Das bedeutet jedoch nicht, dass es allen anderen Rentner rosig geht. Ein bedeutender Anteil muss mit einer sehr kleinen Rente auskommen, die nur wenig über dem Niveau der Grundsicherung liegt. Viele dieser Rentner hätten zwar Anspruch auf staatliche Unterstützung, nehmen diese jedoch nicht in Anspruch. Das hat oft ganz konkrete Gründe, denn das Sozialamt kann, sofern die Voraussetzungen vorliegen, bei den Kindern der Antragsteller Rückgriff nehmen. Das wollen viele Rentner vermeiden und nehmen daher in Kauf, mit weniger aus zukommen, als ihnen zustände. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen wurde vor fünf Jahren die so genannte Grundsicherung eingeführt. Sie leistet alles, was auch das Sozialamt leisten würde. Dabei ist es gleichgültig, ob man auch eine gesetzliche Rente bezieht. Ein Rückgriff auf das Vermögen von Kindern ist ebenfalls nicht vorgesehen, außer sie verdienen überdurchschnittlich gut, das heißt mehr als einhundert Tausend Euro im Jahr.Beantragen kann die Grundsicherung jedermann, der mindestens fünfundsechzig oder der seit achtzehn Jahren erwerbsgemindert ist. Man erhält die Leistung, wenn das eigene Einkommen für den Lebensunterhalt nicht ausreicht. Seit die Grundsicherung eingeführt wurde, hat sich der Kreis der Empfänger immerhin um beinahe siebzig Prozent erhöht.

Die Grundsicherung ist keine Fixbetrag, sondern sie wird bedarfsabhängig gezahlt. Der Bedarf hängt von den individuellen Einkommensverhältnissen ab. Den Unterschied zwischen Einkommen und Bedarf erhält man als Grundsicherung.

Artikel gespeichert unter: Altersvorsorge

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Februar 2012
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Virtualrank Werbung

Aktuelle Artikel