Berater für die Altersvorsorge – so prüft man die Qualität

21.August 2008

Altersvorsorge ist ein mitunter kompliziertes Thema, besonders wenn es um Auswahl und Details der richtigen Produkte geht. Auf dem Markt tummeln sich daher viele so genannter Experten, die ihr angeblich professionelle und objektive Hilfe anbieten – meist gegen gutes Geld, versteht sich. Das ist im Zweifel auch gut angelegt, vorausgesetzt man hat tatsächlich einen Experten vor sich, der nicht an seinen eigenen Profit denkt, weil er eigentlich dafür bezahlt wird, bestimmte Produkte an den Mann zu bringen und nur scheinbar ein unabhängiger Berater ist, und er auch wirklich etwas von dem versteht was er da tut. Schließlich will man sein Geld ja vermehren, und nicht andere damit bereichern.Zum Glück kann man relativ einfach ermitteln, ob man gerade den richtigen vor sich hat, wenn es um eine professionelle Beratung geht. Nur wenige Punkte zu checken genügt, um darüber Klarheit zu bekommen. Am besten, man macht sich eine kurze Liste dieser Punkte, die man vor einem eventuellen Abschluss auf jeden Fall durchgehen sollte. Es ist besser diesen Aufwand jetzt zu treiben, als in einigen Jahrzehnten feststellen zu müssen, dass die eigenen Altersvorsorge alles andere als optimal ist.

Ein sicheres Indiz, dass man nicht den richtigen Mann vor sich hat, ist es, wenn er seine potentielle Kunden unter Zeitdruck setzt. Bei einer derart wichtigen Frage ist Zeit ein unabdingbarer Faktor, um zu einer optimalen Entscheidung zu gelangen.

Das gleiche gilt für Hausbesuche von einschlägigen Vertretern. Es ist zwar angenehm, wenn man in der vertrauten Umgebung einen so entscheidende Sache besprechen kann, allerdings neigen die meisten dazu, in einer solchen Situation vorschnell etwas zu unterschreiben, da sie sich zu Hause sicher fühlen und nicht aufmerksam genug auf Details achten. Genau deshalb kommen die Vertreter ja auch ins Haus.

Verkäufer, die vorgeben an dem Vertragsabschluss nichts zu verdienen, lügen mit großer Sicherheit, außer man hat tatsächlich einen Berater vor sich, den man selbst für die geleisteten Dienste bezahlt. Auch die Verharmlosung von Risiken bei der Geldanlage sollte misstrauisch machen. Bemerkt man, dass der Berater ausschließlich auf den Verkauf eines bestimmten Finanzproduktes hinaus will, ist man wohl auch schlecht beraten.

Vor dem Gespräch muss man sich auch selbst darüber im Klaren sein, was man für seine Altersvorsorge eigentlich erreichen will. Das bedeutet, man muss seine finanziellen Möglichkeiten kennen und sich Gedanken darüber gemacht haben, wie viel man als Rentner zur an Geldmitteln zur Verfügung haben will.

Ein Experte kann auch alle Fragen beantworten, insbesondere kann er Fachvokabular übersetzen und für den Laien verständlich machen. Am besten ist es ohnehin, wenn er solches Kauderwelsch gar nicht erst verwendet. Er sollte seinen Kunden zuhören können und danach mit verständlichen Erläuterungen ein geeignetes Vorgehen besprechen, dass der individuellen Situation gerecht wird.

Die endgültige Entscheidung muss auf jeden Fall immer beim Kunden liegen. Berater, die unter den unzähligen Produkten nur ein einziges empfehlen können, haben nicht optimal beraten. Es müssen zum Schluss Alternativen vorliegen, unter denen der Kunde wählen kann.

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