Berufsunfähig – was kostet die Vorsorge?
27.Mai 2008
Niemand denkt gerne daran, aber jedem kann es zustossen. Ein Unfall, eine Krankheit, der Beruf kann nicht mehr ausgeübt werden. Eine Katastrophe, hat man nicht ausreichend für diesen Fall vorgesorgt. Die Invalidenrente ist je nach Lebensalter völlig unzureichend, selbst wenn man schon viele Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt hat, wird man von der gekürzten Rente nur in Ausnahmefällen leben können.Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört daher zu den wenigen Versicherungen, die jedermann unbedingt haben sollte. Außer einer Privathaftpflicht und der inzwischen obligatorischen privaten Altersvorsorge gehört sie zu den wenigen Verträgen, auf die man keinesfalls verzichten sollte. Die Folgen sind bei Eintritt des Risikos einfach zu dramatisch, im Zweifel verliert man nicht nur den gewohnten Lebensstandard, sondern ist mitunter auf Sozialhilfe dauerhaft angewiesen. Wer sich ein solches Schicksal ersparen möchte, ist gut beraten einen entsprechenden Vertrag abzuschließen.
Die Kosten für diese Absicherung lassen sich allerdings nicht pauschal beziffern. Vieles hängt von den persönlichen Umständen ab. Auch unterscheiden sich die einzelnen Versicherungsgesellschaften in der Bewertung beruflicher Risiken. Umfassende Information ist daher Pflicht, bevor man seine Unterschrift unter einen Vertrag setzt.
Entscheidendes Merkmal ist nahe liegend der ausgeübte Beruf. Je gefährlicher die Tätigkeit, desto höher der geforderte Beitrag. Dieser Zusammenhang ist offenkundig und bedarf keiner näheren Erläuterung. Wer auf Hochspannungsmasten klettern muss, zahlt naturgemäß mehr als ein Bürohengst.
Weiteres Kriterium ist das Alter, in dem man sich für eine Absicherung entscheidet. Auch hier liegt es auf der Hand, das ein junger Mensch im Schnitt weniger Vorerkrankungen und Zipperlein haben wird als ein Älterer. Auch steigt mit zunehmendem Lebensalter das Risiko der Berufsunfähigkeit, ebenso die Beiträge mit steigendem Eintrittsalter.
Je früher man sich also für eine Berufsunfähigkeitsversicherung enschliesst, desto weniger Beiträge wird man zahlen. Man sollte sich diese Ausgabe nicht sparen. Ein Viertel aller Arbeitnehmer kann vorzeitig seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben.
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