Posts gespeichert unter 'Altersvorsorge'

Altersarmut – noch ist die Lage nicht dramatisch

Jedes Jahr gibt die Bundesregierung einen Bericht über die Vermögensverhältnisse der Bürger heraus, der unter dem Begriff Armutsbericht bekannnt geworden ist. Nach den Daten der neuesten Ausgabe ist die Zahl armer Rentner scheinbar noch nicht so stark gestiegen, wie man dies erwartet hatte.Die Diskussion über das Thema Altersarmut beherrscht schon seit der so genannten Rentenreform die Medien. Absinkendes Rentenniveua, steigendes Renteneintrittsalter und steigende Preise lassen für die Zukunft ein Heer von alten Menschen befürchten, die von der so genannten Grundsicherung ihr restliches Leben fristen müssen. Diese Grundsicherung, die nichts anderes ist als Harz IV für Menschen, die nicht mehr ins Erwerbsleben zurückkehren können, bezogen vor zwei Jahren etwas über zwei Prozent der Rentner ab fünfundsechzig Jahren. Davon waren der größere Anteil Frauen, was angesichts typischer weiblicher Erwerbsbiografien und der nach wie vor deutlich schlechteren Bezahlung von weiblichen Arbeitnehmern, nicht verwundert.

Besonders bedroht von Altersarmut sind Arbeitnehmer, die während ihres Berufslebens längere Zeiten mit geringem oder gar keinem Einkommen haben. Grund dafür kann längere Arbeitslosigkeit, Kindererziehung oder eine Phase von Selbstständigkeit sein, während derer man nur wenig Gewinne erzielen konnte. Die Bundesregierung ist der Meinung, solche Phasen ließen sich vermeiden, indem man sich um eine möglichst gute Ausbildung sorgt und Unterbrechungen im Berufsleben vermeidet. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, da die Ausbildungschancen nach wie vor im wesentlichen von der Herkunft abhängen. Wer unten geboren wurde, bleibt dort aller Voraussicht nach auch sein ganzes Leben lang. Lücken im Erwerbsleben lassen sich heute im Grund nicht mehr vermeiden, da lebenslange Anstellungen ein Modell der Vergangenheit sind. Der Ratschlag mag gut gemeint sein, löst aber kein Problem.

Die Zahl künftiger armer Rentner lässt sich noch nicht exakt berechnen. Dazu wären zu viele Einflussgrößen zu berücksichtigen, auf die man keinen Einfluss hat und die sich auch nicht zuverlässig vorhersagen lassen. So ist die Wirtschaftsentwicklung ein entscheidender Faktor, ob es Erwerbslücken durch Arbeitslosigkeit gibt oder nicht.

jetzt kommentieren? 25. September 2008

Rentenlücke schließen – Anfangen und Durchhalten

Die private Altersvorsorge ist wichtig, was inzwischen Allgemeingut geworden ist. Die gesetzliche Rentenversicherung wird auf lange Sicht nur noch für wenige als alleinige Absicherung ausreichen.Richtig vorzusorgen ist jedoch nicht unbedingt eine Kleinigkeit. Vielmehr bedarf es umfangreicher Vorbereitungen und viel Mühe, alle relevanten Informationen zu sammeln und das richtige für den persönlichen Bedarf auszuwählen. Man kann also viel falsch machen und trotz hoher Sparleistungen im Alter mit zu wenig Geld dastehen. Die häufigsten und entscheiden Fehler lassen sich jedoch leicht vermeiden. Voraussetzung ist, dass man sich ihrer bewusst ist.

Was niemals funktioniert, obwohl täglich Unzählige darauf hereinfallen, sind Angebote, die es am Markt gar nicht geben kann. Sicherheit und enormer Profit sind Protagonisten, die niemals zusammen auftreten können. Das sagt jedermann der gesunde Menschenverstand, aber allzu oft ist die Gier stärker als die Vernunft. Die Altersvorsorge ist keine Sache, bei der man sich hohe Risiken leisten kann. Gewagte Anlagen können das eingesetzte Kapital vernichten. Deshalb sollte man sich bei allen Angeboten genau anschauen, ob die versprochenen Renditen realistisch sind. Im Zweifel geht die Sicherheit vor, besonders im fortgeschrittenen Alter.

Trotzdem ist die Börse kein Tabu für die private Rente. Zwar birgt jedes Papier gewisse Risiken, aber es gibt zahlreiche Unternehmen, bei denen kein Totalverlust zu befürchten ist. Erfahrungsgemäß erholen sich Aktien auch nach einem steilen Absturz in einigen Jahren wieder. Da man bei der Rente langfristig spart, kann man diese Zeit aussitzen. Außerdem kann die Verlustgefahr durch Investitionen in Fonds minimiert werden.

Widerstehen sollte man der Versuchung, sich Geld von seinem Rentenkonto „auszuleihen”. Auch wenn die Versuchung groß ist, mit einem Teil des Geldes das neue Auto zu bezahlen oder endlich einmal in Urlaub zu fahren, muss man dies unbedingt vermeiden. Bis zum Eintritt ins Rentenalter ist dieses Geld tabu, sonst besteht die akute Gefahr, dass bis dahin auf dem Konto nichts mehr drauf ist.

Um nicht in eine Situation zu geraten, in der man gezwungen sein könnte, auf die Altersrücklagen zurück zu greifen, muss man sich unbedingt gegen alle wichtigen Risiken versichern. Tritt irgendwann eine Berufsunfähigkeit ein ohne dass man eine Absicherung dafür hat, ist von dem Ersparten schnell nicht mehr übrig. Das gleiche gilt für den Fall, dass der Hauptverdiener vor der Zeit stirbt, ohne eine Lebensversicherung abgeschlossen zu haben.

Nicht scheuen sollte man sich, den Rat von Fachleuten anzunehmen. Man kann nicht überall Experte sein, und bei einem so wichtigen Thema ist guter Rat niemals zu teuer.

Wer zu lange mit der Vorsorge wartet, der muss umso mehr Geld aufbringen, da ihm der Zinseszinseffekt nicht helfen kann ein Vermögen aufzubauen. Wer in jungen Jahren mit dem Sparen anfängt, kann selbst mit kleinen Beträgen eine stattliche Summe ansparen.

jetzt kommentieren? 10. September 2008

Altersvorsorge für den kleinen Geldbeutel

Das private Vorsorge für das Alter eine absolute Notwendigkeit geworden ist, nachdem feststeht, dass das Rentenniveau in Zukunft so niedrig sein wird, dass man von der zu erwartenden Rente keinen sorglosen Ruhestand wird finanzieren können, ist den allermeisten Menschen längst klar geworden. Problematisch ist es jedoch für immer mehr Bürger, eine solche Altersvorsorge auch zu finanzieren. Die Löhne sinken seit Jahren und ein bedeutender Teil aller Arbeitnehmer arbeitet heute schon für einen Lohn, der am Existenzminimum oder knapp darüber liegt. Da bleibt nicht viel übrig, um für ein Fernziel wie die Rente zu sparen, wenn man kaum den Alltag mit dem verdienten Geld bewältigen kann. Es gibt jedoch durchaus Möglichkeiten, auch mit geringen Mitteln eine brauchbare Vorsorge zu betreiben. Beachtet man einige Regeln, kann auch ein Geringverdiener ohne Angst dem Rentenalter entgegen sehen.Wer nur wenig zur Verfügung hat, sollte aus diesem Grund auf keinen Fall gar nichts sparen, sondern genau diesen kleinen Betrag regelmäßig anlegen. Auch ein kleiner Betrag wird über die Jahre zu einer stattlichen Summe Geldes, sofern die Rendite der Anlage stimmt und man vom Zineszinseffekt profitieren kann. Siebzig Euro über dreißig Jahre im Schnitt mit acht Prozent verzinst ergeben die stolze Summe von einhundert Tausend Euro, eine gute Basis, um sich im Alter ein bisschen was gönnen zu können. Wer wenig Geld hat, muss daher umso früher mit dem Sparen beginnen.

Damit von dem wenigen Geld nicht ein großer Teil für Gebühren und sonstige Kosten drauf geht, muss man Anlageformen finden, die nur wenig Nebenkosten haben.

Gier frisst Gehirn, lautet ein schöner Vergleich für das Verhalten vieler Menschen, wenn ihnen goldene Berge versprochen werden, für die sie fast nichts zahlen sollen. Das kann natürlich nie funktionieren, weshalb man von allen Angeboten die offenkundig unrealistisch sind, die Finger lassen sollte. Wer also nicht viel weglegen kann, muss dieses Wenige auf jeden Fall sicher anlegen.

Damit aus dem eigenen Beitrag möglichst viel herausgeholt werden kann, muss man alle Förderungen ausnutzen, die sich anbieten. So wäre es unklug die staatlichen Zuschüsse für eine Riester – Rente nicht in Anspruch zu nehmen, da man damit die Anlagerendite deutlich verbessern kann.

Um einen kleine Betrag anzulegen benötigt man auch nicht unbedingt eine Anlageprofi oder Versicherungsagenten. Die kosten nur jede Menge Gebühren. Besser ist es, man kümmert sich selbst darum und spart die hohen Provisionen.

jetzt kommentieren? 31. August 2008

Altersvorsorge für Paare

Zwar liegt die Scheidungsquote in Deutschland inzwischen bei guten fünfzig Prozent, besonders in Städten ist der Bund fürs Leben immer mehr eine Zusammenschluss auf Zeit. Das bedeutet aber nicht, dass es in allen Fälle schief gehen muss; schlie?lich liegt es letztendlich auch an jedem Einzelnen, ob eine Ehe auf Dauer gelingt oder nicht. Frisch Verheiratete werden wohl auf jeden Fall davon ausgehen, dass sie ihr Leben gemeinsam verbringen werden. Damit dies auch im Alter jedenfalls in finanzieller Hinsicht ein gutes Leben wird, sollte die Ehepartner die Besonderheiten berücksichtigen, die die neue Lebenssituation mit sich bringt und ihre Altersvorsorge entsprechend optimieren. Als Paar kann man nämlich einiges besser machen als ein Single.

So gibt es Vorteile beim Riestern, auch wenn einer der Ehepartner keinen sozialversicherungspflichtigen Job hat. Trotzdem können beide die volle staatliche Förderung in Anspruch nehmen, selbst wenn nur einer Beiträge zahlt. Mit Kindern geht das Riestern sogar noch besser, da es für jeden Sprössling noch mal eine Extrazulage in Höhe von einhunderfünfundachtzig Euro pro Jahr gibt. Für Nachwuchs, der sich erst letztes Jahr eingestellt hat, sind es sogar satte dreihundert Euro.

Bestreitet man nunmehr das Leben gemeinsam und besonders wenn man Kinder in die Welt gesetzt hat, muss man auch an Unerfreuliches denken und entsprechend vorsorgen: falls ein Ehepartner stirbt, besonders wenn es der Hauptverdiener ist, muss für den finanziellen Schutz der Familie gesorgt sein. Damit beschäftigt sich niemand gerne, aber wenn der schlimmste Fall eintritt, gebietet es die übernommene Verantwortung, die Familie nicht auch noch in finanzielle Not zurück zu lassen. Dazu gehört auch eine Form der Geldanlage, die dem Naturell beider Partner gerecht wird. Nicht jeder kann damit leben, wenn das Ersparte in Aktien angelegt ist und immer der Gefahr ausgesetzt ist, durch eine ungünstige Marktentwicklung an Wert zu verlieren.

Informieren kann man sich über alle Fragen der Altersvorsorge neuerdings in Kursen, die auf eine Initiative der Regierung ins Leben gerufen wurde. Die Kurse werden an zahlreichen Volkshochschulen angeboten und von Fachleuten abgehalten.

jetzt kommentieren? 29. August 2008

Wenn Künstler in Rente gehen

Alle, die in künstlerischen Berufen tätig sind, wie beispielsweise Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Schauspieler aber auch freie Programmierer und Medienschaffende, genießen in Deutschland das besondere Privileg einer eigenen Sozialversicherung. Die so genannte Künstlersozialversicherung wurde vor Jahrzehnten geschaffen, um den Kreativen eine Grundsicherung für alle wichtigen Lebensrisiken zu bieten, die ihnen bislang gefehlt hatte. Gerade im künstlerischen Bereich ist zwar Engagement und Arbeitsaufwand oft hoch, ausreichend Geld zu verdienen um sich privat abzusichern ist jedoch nur wenigen vergönnt. Ein großer Teil dieser Bevölkerungsgruppe ist nicht nur gezwungenermaßen freiberuflich tätig, sondern lebt oft genug am Rande des Existenzminimums. Daran hat sich bis heute nicht viel geändert. Um zu verhindern, dass die Entscheidung für eine gesellschaftlich erwünschte Tätigkeit automatisch Armut zur Folge hat, erhalten Künstler in besagter Versicherung zu besonders günstigen Konditionen eine Altersversorgung und Krankheitsschutz. Die günstigen, vom Einkommen abhängigen Beiträge, muss der Versicherte dabei nur zur Hälfte tragen. Die andere Hälfte zahlen alle Unternehmen, die Leistungen der Versicherten in Anspruch nehmen, quasi eine Art Arbeitgeberanteil.Genau diese Abgabe wird nun ab nächstem Jahr zugunsten dieser Unternehmen gesenkt, und zwar um ein halbes Prozent. Um die Finanzierung der Versicherung dadurch nicht zu gefährden, wird künftig im Gegenzug genauer kontrolliert, ob die Unternehmen diese Pflichtabgaben auch ordnungsgemäß abführen. Die Zahl solcher Abnehmer steigt dabei schon seit Jahren an, da Medien, besonders durch neue Techniken, einen immer größeren Bedarf an Inhalten haben, die in der Regel von Mitglieder künstlerischer Berufe erbracht werden.  Egal ob es sich um Fernsehen, Printmedien oder eines der zahllosen Online-Medienprodukte handelt, alle benötigen Inhalte, Darsteller, müssen gestaltet werden und so weiter. Der Markt ist im Vergleich zu Zeiten, bevor es Privatfernsehen und Internet gab, gigantisch geworden. Entsprechend hat sich die Zahl der in der Künstlersozialkasse Versicherten seit den neunziger Jahren verdreifacht. Die soziale Absicherung dieser Menschen ist ein wichtiger Beitrag zur Kunstförderung in Deutschland.

jetzt kommentieren? 03. August 2008

Finanzkrisen trotzen – Altersvorsorge schützen

Dieses Jahr brachte für Anleger unruhige Zeiten, deren Ende noch nicht absehbar ist. Die Finanzmärkte sind in einer Dauerkrise, deren Lösung noch lange nicht in Sicht ist. Zuletzt vernichtete das Platzen der Spekulationsblase auf dem Immobilienmarkt riesige Summen an Kapital. Wer hier sein Geld für das Rentenalter angelegt hatte, steht nun eventuell vor dem Nichts, da er unrealistischen Renditeversprechen geglaubt hat ohne das Anlageprodukt richtig zu prüfen und zu durchschauen.Wer sein Geld in einem Fonds investiert hat, sollte sich auch bei einer Krise davor hüten unbedacht und aus Angst vor Verlusten vorschnell zu verkaufen um das Geld anderswo anzulegen. Die Wahrscheinlichkeit, dabei noch mehr Geld zu verlieren, ist hoch. Besser ist man beraten, von Anfang an Fonds auszuwählen, die eine langfristige positive Renditeentwicklung aufweisen. Selbst zeitweise Verluste sollten bei solchen Papieren kein Grund zur Sorge sein, da damit zu rechnen ist, dass sie sich alsbald erholen und im Ergebnis eine sichere und lukrative Anlageentscheidung darstellen. Fonds sind eine langfristige Angelegenheit, nichts für kurzfristige Spekulationen.

Bei einzelnen Aktien kommt es sehr darauf an, ob das Unternehmen, dem man erst Vertrauen geschenkt hat, dieses weiterhin rechtfertigt. Daher sollte man sich genau ansehen, wie dessen aktueller Stand ist und wie die Zukunftsperspektiven und Pläne aussehen. Wer im Augenblick keine Einzelaktien besitzt, sollte sich bei der momentan unsicheren Lage auch besser keine anschaffen.

Geld, das auf einem ganz normalen Konto liegt, ist jedenfalls vor Verlusten geschützt, auch wenn die Zinsen vielleicht am Sinken sind. Selbst ein Konkurs der Bank kann hier keinen Schaden anrichten, da diese Geldeinlage abgesichert ist.

Wer sein Geld zu Gold gemacht hat, ist zwar vor langfristigen Verlusten sicher, da das Edelmetall schon seit jeher als sichere Geldanlage gilt. Allerdings schwanken die Preise auch hier mitunter erheblich. Wer dabei langfristig denkt, muss sich um eine Verlust jedoch keine Sorgen machen.

Staatlich geförderte Anlageprodukte wie Riester,- Rürup,- und Bausparverträge sind auf jeden Fall vor allen Krisen sicher. Das gesparte Geld bekommt man am Laufzeitende auf jeden Fall zurück. Wie es mit der Rendite aussieht, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

jetzt kommentieren? 01. August 2008

Altersvorsorge: Infos sammeln und Blockaden überwinden

Altersvorsorge ist nicht gleiche Altersvorsorge. Das merkt man spätestens dann, wenn man nach Jahren entbehrungsreichen Sparens feststellt, dass das angelegte Geld sich nicht vermehrt sondern verringert hat. Eine Ernüchternde Feststellung, die die finanzielle Sicherheit im Rentenalter gefährdet, und dass, obwohl man glaubte, alles richtig gemacht zu haben.Um sich nicht in die Armut zu sparen, müssen die Geldanlage mit Bedacht gewählt werden und die richtige Strategie muss zum Einsatz kommen.

Regel Nr. 1 lautet daher, nicht auf jedes Renditeversprechen herein zu fallen, dass einem irgendwo präsentiert wird. Beispiel Internet: viele so genannte Direktbanken, also solche ohne kostspieliges Filial,- und Vertreternetz, bieten vorderhand gute Konditionen, meist mit der Begründung, Kostenvorteile an die Kunden weiter zu geben. Die Standardprodukte dieser Anbieter sind meist Tagesgeldkonten, die deshalb so heißen, weil das Geld jederzeit abrufbar ist. Gut, wenn man sein Geld für einen gewissen Zinssatz arbeiten lassen will, es aber jederzeit zur Verfügung haben will. Die Zinsen sind hier naturgemäß niedriger als bei einer längerfristigen Anlage, da die Bank jederzeit damit rechnen muss, dass der Kunde das Kapital entzieht. Das ist in der Kalkulation mit eingerechnet. Zum Sparen für das Alter eignen sich solche Konto also nicht, zumal sich der Zinssatz jederzeit auch zu Ungunsten des Anlegers ändern kann. Ein langfristige Zinsbindung wird hier natürlich nicht geboten. Ausserdem: man genießt weder Steuervorteile noch erhält man staatliche Zuschüsse, also fressen weitere Renditekiller am mühsam gesparten Kapital.

Also weg von diesem Konto und das Geld in einen Fonds investieren. Hier sind die Renditen besser und die Steuer greift ebenfalls (noch) nicht zu, solange das Geld dort wenigstens ein Jahr bleibt. Allerdings gibt es Fonds zuhauf. Jetzt kommt es erst einmal auf die richtige Auswahl an. Es sollte eine gute Mischung aus Rendite und Sicherheit sein, die hier die Entscheidung tragen sollte. Am besten man entscheidet sich für ein Investment, das Aktien von Unternehmen enthält, von deren Geschäften man sich eine klare Vorstellung machen kann. Finger weg von Produkten, die man nicht begreift. Man kann sich ansonsten keine eigene Meinung über die Qualität der Anlage bilden. Auch sollte man sich von der Bank nicht dazu überreden lassen, sein Geld häufig umzuschichten. Auch wenn der gewählte Fonds im Augenblick nicht die gleiche Performance aufweist wie ein Konkurrenzprodukt, sollte man erst einmal dabei bleiben. Die Gebühren, die bei einem Wechsel fällig werden, fressen den möglichen Mehrgewinn meistens schnell wieder auf.

Auf die Rendite sollte man auch bei den als sicher erachteten Versicherungsprodukten achten. Die ist meist nicht so hoch, wie es erst den Anschein hat. Gerade Rentenpläne ergeben im Endergebnis oft eine Verlust statt einen Gewinn und sind außerdem zu versteuern.

Um die richtige Anlage zu finden ist also Eigeninitiative gefragt, statt auf so genannte Experten zu hören. Nur wenn man auf Grund eigener Informationen eine Anlage mit ausreichender Sicherheit und akzeptabler Rendite findet, hat man für das Alter richtig vorgesorgt.

jetzt kommentieren? 28. Juli 2008

Generationenvertrag reloaded

Um die gesetzliche Rente ist es schlecht bestellt, das wissen wir schon seit einigen Jahren, auch wenn es anfangs niemand so recht glauben wollte und auch jetzt noch viele in der Hoffnung leben, allein von ihrer Rente ein finanziell sorgenfreies Alter zu bestreiten. Die Realität sieht dramatisch anders aus. Tatsächlich werden die meisten Rentner, die ab Mitte der sechziger Jahre geboren wurden, meistens nicht viel mehr als eine Grundsicherung erhalten. Hält die Inflation ihr jetziges Niveau, und in einige Jahrzehnten kann noch so manches passieren, wird das nicht einmal für das Nötigste reichen und die Hauptbeschäftigung vieler Senioren wird das Spazieren gehen sein, allein weil es nichts kostet. Während die aktuelle Rentnergeneration noch in relativem Wohlstand lebt, wird sich dies mit jedem Jahr weiter verschlechtern. Der Versuch mit diversen Rentenreformen gegenzusteuern, wird sich voraussichtlich als wenig zielführend erweisen. Das hat auch der Gesetzgeber schon lange geahnt, und animiert daher die Bevölkerung zur privaten Vorsorge. Im Grunde kann man den Zeitpunkt, an dem die Regierung sich offiziell dazu bekannt hat, das nur mit eigener Initiative ein halbwegs komfortables Rentnerdasein möglich sein wird, als die Aufkündigung des so genannten Generationenvertrages betrachten. War vorher die Solidarität der Generationen untereinander das Fundament der Altersvorsorge, war die Einführung der Riester – Rente als individualisierte Altersvorsorge der Anfang eines Systemwechsels, weg von sozialer Gerechtigkeit, hin zur Privatisierung auch des Lebensrisikos Alter.Die Gewerkschaften beobachten diese Entwicklung mit wenig Begeisterung; kein Wunder, ist Solidarität doch die Basis ihrer Existenz. Konsequent kommt daher aus dieser Ecke die Forderung nach einem neuen Generationenvertrag. Ein Baustein dieser neuen Vereinbarung soll die so genannte Erwerbstätigenversicherung sein. Dies gedeutet nichts anders als eine Erweiterung des Kreises der Beitragszahler um praktisch jeden, der für seinen Lebensunterhalt arbeitet. Künftig sollen daher nach dem Willen der Gewerkschafter auch Unternehmer, Mitglieder der freien Berufe und sogar Beamte Beiträge zur neuen Rentenversicherung leisten. Interessanterweise gehören auch private Vorsorgebausteine zum Vorschlag. So soll auch die betriebliche Altersvorsorge und privates Sparen Teil der Vereinbarung sein. Scheinbar traut man seiner eigenen Rechnung nicht so ganz, zumal privates Sparen mit einem Generationenvertrag wie gesagt nicht viel zu tun hat.

Nicht nur mehr Beitragszahler sollen einbezogen werden, sondern auch die Beiträge sollen steigen um glatte vier Prozentpunkte im Gegensatz zu heute. Auch wünscht man noch Steuerzuschüsse, um das Ganze bezahlbar zu machen.

Wirklich retten könnte man die gesetzliche Rente wohl nur, wenn man all die gewaltigen Summen, die man bei verschiedenen Gelegenheit aus der Kasse genommen hat um sie völlig zweckfremd zu verwenden, wieder dort einzahlt. Mit diesem Kapital könnten Generationen einen sorglosen Lebensabend verbringen und genau so war der Generationenvertrag ja auch gedacht.

jetzt kommentieren? 24. Juli 2008

Länger leben, günstiger versichern

Die steigenden Lebenserwartung der Deutschen macht zwar die Alters,- und Gesundheitsvorsorge teurer. Abgesehen von der erfreulichen Nachricht, dass wir alle, zumindest statistisch gesehen, länger leben werden, gibt es auch in finanzieller Hinsicht eine gute Nachricht. Der Anlageklassiker Lebensversicherung wird voraussichtlich preiswerter werden. Schon jetzt bieten einige Versicherungsunternehmen günstigere Beiträge für Risikolebensversicherungen an. Der Grund für die Beitragssenkung ist der gleiche, weshalb in anderen Bereichen die Kosten auf Grund der demoskopische Entwicklung steigen, nämlich das höhere Durchschnittsalter der Bevölkerung. Der Einfluss dieser Größe auf den Preis einer Versicherung, die das Todesfallrisiko abgedeckt, liegt dabei nahe. Lebensversicherungen kommen üblicherweise, sofern nicht der Versicherungsfall eintritt, und der Kunde vor Ablauf des Vertrages stirbt, zu einem bestimmten Lebensalter, meist um den sechzigsten Geburtstag herum, zur Auszahlung. Der Kunde erhält das angesparte Kapital zuzüglich der mit diesem erwirtschafteten Rendite. Die Verträge sind so kalkuliert, dass natürlich auch das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt eine kräftigen Gewinn eingefahren hat. Abgesehen von den Gebühren, die ebenfalls in den Beiträgen enthalten sind, arbeitet die Versicherung mit dem Geld auf dem Kapitalmarkt. Den größten Teil des so erzielten Gewinns steckt sie in die eigenen Tasche. Kunden, die das Vertragsende erleben, sind also für die Unternehmen ein gutes Geschäft. Da auf Grund der Demoskopie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kunde stirbt und die Versicherungssumme zur Auszahlung kommt, stetig sinkt, können die Unternehmen ihre Beiträge nunmehr senken. Anhand der so genannten Sterbetafel berechnen Versicherungen ihre Tarife. Aus ihr wird ersichtlich, wie viele Menschen eines Jahrganges nach einem bestimmten Zeitraum noch am Leben sind. Dieser Anteil steigt seit Jahren ständig an, besonders signifikant ist die Entwicklung bei Frauen. Die sinkenden Beiträge sind allerdings nur eine Seite der Medaille. Diese sinken, weil das Risiko eine Versicherungsfalles sinkt. Dadurch steigt natürlich zwangsläufig die Anzahl der ausgezahlten Verträge. Logische Konsequenz daraus ist, dass die Gewinnbeteiligung des einzelnen Kunden gesenkt werden muss, um die Gesamtkalkulation aufrecht zu erhalten. Den niedrigeren Beiträgen folgen also geringere Auszahlungssummen.

jetzt kommentieren? 22. Juli 2008

Pflege – wer zahlt für die Eltern?

Die Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung war ein wichtiger Schritt, den Anforderungen einer älter werdenden Bevölkerung gerecht zu werden. Die überaus erfreuliche Entwicklung, dass das Lebensalter beständig im Durchschnitt steigt, hat allerdings auch Konsequenzen, die mit den bisherigen Instrumenten unzureichend zu bewältigen waren. Während noch in den fünfziger Jahren die Dauer des Rentenbezug nur wenige Jahre betrug und die noch intakte Großfamilie sich um pflegebedürftige Angehörige kümmerte, ging die gesellschaftliche Entwicklung seit dieser Zeit einen Weg, der alle Lebensrisiken langsam aber sicher Individualisierte. An die Stelle der miteinander verwandten und verschwägerten Gruppe, die sich um ihre Angehörigen in allen Lebensphasen kümmerte, trat in immer stärkerem Maße der Staat, der für alle Wechselfälle des Lebens Lösungen bereit halten wollte und sollte. Die Rentenversicherung war der erste große Baustein, die Verantwortung für das Auskommen und Wohlergehen des einzelnen Bürger von der privaten auf die öffentliche Ebene zu verlagern. Die Folgen sind bekannt. Der Solidaritätsgedanke von Familienmitgliedern, sich gegenseitig zu helfen, verwandelte sich langsam aber sicher in eine Anspruchshaltung gegenüber der Gesellschaft, Probleme zur Lösung der Solidargemeinschaft zu überantworten. Da Gebrechlichkeit eine normale voraussehbare Alterserscheinung ist, die nunmehr auf Grund des höheren Durchschnittsalters immer häufiger anzutreffen ist, vergesellschaftet die Pflegeversicherung auch dieses Risiko und entlastet damit die Familie, die heute nur noch in Ausnahmefällen überhaupt in der Lage ist, ausreichend Zeit für einen hilfsbedürftigen Menschen aufzubringen. Allerdings ist Pflege teuer. Die Leistungen der Versicherung wurden zwar kürzlich erhöht, dennoch genügt dieser Betrag selbst mit einer höheren eigenen Rente der Eltern selten, um zum Beispiel ein Pflegeheim zu finanzieren. Wer nunmehr der Meinung war, dass die Pflegeversicherung die Angehörigen auch grundsätzlich aus der finanziellen Pflicht nehmen würde, sich um die Eltern zu kümmern, irrt. Es besteht nach wie vor gegenüber den eigenen Eltern eine Unterhaltspflicht, sofern sie aus eigener finanzieller Kraft ihre Pflege nicht bezahlen können. Allerdings gibt es Einschränkungen, bis zu welchem Grad Kinder in die Pflicht genommen werden können. So muss ihnen auf jeden Fall noch ausreichend Spielraum für eigene Belange bleiben, wozu auch Beiträge zu einer eigenen angemessenen Altersvorsorge gehört.

jetzt kommentieren? 21. Juli 2008

neuere Beiträge ältere Beiträge