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Sparen wie ein Golf

Wer selbst erfolgreich sein will, kann sich bei schon erfolgreichen Vorbilder ein paar Tricks abschauen, wie man besser voran kommt und seine Ziele erreicht. Dies gilt auch beim Thema Altersvorsorge. Dabei muss das Vorbild nicht unbedingt ein erfolgreicher Investmentbanker sein, es bieten sich auch Vergleiche aus anderen Lebensbereichen an. Nehmen wir zum Beispiel eines, dass jedermann kennt und viele vielleicht sogar selbst besitzen oder besaßen, nämlich ein Auto, genauer einen Golf. Seit mittlerweile dreißig Jahren ist dieses Auto eine einzige Erfolgsgeschichte. Schon bei seinem Erscheinen war er ein Renner und ist es bis heute geblieben. Wie er dies geschafft hat, sehen wir uns jetzt näher an und übertragen dies als Prinzipien auf die private Altersvorsorge.Da ist erst einmal die Zuverlässigkeit, die dieses Auto so beliebt gemacht hat. Wie früher der Käfer, ist auch der Golf inzwischen in dieser Beziehung fast sprichwörtlich. Das kommt jedoch nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit und ständiger Verbesserungen.

Ebenso sollte man mit seiner Geldanlage verfahren. Es genügt nicht, einfach jeden Monat etwas beiseite zu legen, sondern darum ein Ziel zu erreichen, nämlich finanzielle Unabhängigkeit im Rentenalter. Daher hat Zufall bei der Anlage keinen Platz, ebenso wenig die unkritische Übernahme von Ratschlägen selbst ernannter Experten. Nur wer sich selbst aus unabhängigen Quellen informiert, kann sein Geld auch optimal anlegen. Das geht heute leichter denn je, sofern man über einen Internetanschluss verfügt.

Einen Golf kann man auch im fortgeschrittenen Autoleben noch für gutes Geld weiter verkaufen. Das Auto hält lange und macht auch im Alter nur wenig Probleme und verursacht keine überhöhten Kosten. Diese Wertbeständigkeit und Langfristigkeit sollte auch für die Sparanlagen gelten. Ständiges umschichten von Papieren oder Wechsel zu anderen Anlagen kostet letztlich mehr Geld, als man damit vielleicht gewinnen kann. Am meiste verdient dabei die Bank durch die vielen Gebühren, die bei jeder neuen Entscheidung fällig werden. Umschichten sollte man nur, wenn man definitiv feststellt, dass man zuvor einen Fehler gemacht hat; aus Fehlern haben auch die Erbauer des Golfs gelernt, was nicht zu ihrem Schaden war.

Der Golf ist ein ökonomisches Fahrzeug, das mit verhältnismäßig wenig Ressourcen auskommt. Nicht nur der Benzinverbrauch, sondern auch die Wartungskosten halten sich im Rahmen. Daran ist auch bei der Geldanlage zu denken. Man gewinnt nichts, wenn hohe Gebühren und Nebenkosten die Rendite verzehren. Schließlich soll das Geld sich vermehren, nicht der Gewinn der Bank.

Der Kauf eines Golfs gilt als eine vernünftige Entscheidung. Man kann mit so einem Auto vielleicht nicht angeben, aber dafür macht dieses Fahrzeug genau das, was man von ihm verlangt, nämlich seinen Besitzer von hier nach dort zu befördern.

Auch bei der Altersvorsorge geht es genau darum. Man will ankommen ohne das man auf dem Weg dahin ein großes Brimborium veranstalten muss. Daher ist nicht die am meisten beworbene Anlage unbedingt die richtige, sondern die, die zu günstigen Gebühren eine ansehnliche Rendite bringt.

Die millionenfache Entscheidung für einen Golf, die die Kunden getroffen haben, beruht nicht auf Zufall. Vielmehr sind all diese Fahrer davon überzeugt, mit ihrer Wahl in dieser Fahrzeugklasse das beste Produkt für ihr Geld erworben zu haben. Keiner dieser Leute würde auf eine simple Empfehlung hin einfach blind die Marke wechseln.

Auch beim Sparen sollte man sich darüber im klaren sein, in welcher Liga man spielen will. Dazu muss man erst wissen, was man mit seinem Investment erreichen möchte.

jetzt kommentieren? 06. Oktober 2008

Berater für die Altersvorsorge – so prüft man die Qualität

Altersvorsorge ist ein mitunter kompliziertes Thema, besonders wenn es um Auswahl und Details der richtigen Produkte geht. Auf dem Markt tummeln sich daher viele so genannter Experten, die ihr angeblich professionelle und objektive Hilfe anbieten – meist gegen gutes Geld, versteht sich. Das ist im Zweifel auch gut angelegt, vorausgesetzt man hat tatsächlich einen Experten vor sich, der nicht an seinen eigenen Profit denkt, weil er eigentlich dafür bezahlt wird, bestimmte Produkte an den Mann zu bringen und nur scheinbar ein unabhängiger Berater ist, und er auch wirklich etwas von dem versteht was er da tut. Schließlich will man sein Geld ja vermehren, und nicht andere damit bereichern.Zum Glück kann man relativ einfach ermitteln, ob man gerade den richtigen vor sich hat, wenn es um eine professionelle Beratung geht. Nur wenige Punkte zu checken genügt, um darüber Klarheit zu bekommen. Am besten, man macht sich eine kurze Liste dieser Punkte, die man vor einem eventuellen Abschluss auf jeden Fall durchgehen sollte. Es ist besser diesen Aufwand jetzt zu treiben, als in einigen Jahrzehnten feststellen zu müssen, dass die eigenen Altersvorsorge alles andere als optimal ist.

Ein sicheres Indiz, dass man nicht den richtigen Mann vor sich hat, ist es, wenn er seine potentielle Kunden unter Zeitdruck setzt. Bei einer derart wichtigen Frage ist Zeit ein unabdingbarer Faktor, um zu einer optimalen Entscheidung zu gelangen.

Das gleiche gilt für Hausbesuche von einschlägigen Vertretern. Es ist zwar angenehm, wenn man in der vertrauten Umgebung einen so entscheidende Sache besprechen kann, allerdings neigen die meisten dazu, in einer solchen Situation vorschnell etwas zu unterschreiben, da sie sich zu Hause sicher fühlen und nicht aufmerksam genug auf Details achten. Genau deshalb kommen die Vertreter ja auch ins Haus.

Verkäufer, die vorgeben an dem Vertragsabschluss nichts zu verdienen, lügen mit großer Sicherheit, außer man hat tatsächlich einen Berater vor sich, den man selbst für die geleisteten Dienste bezahlt. Auch die Verharmlosung von Risiken bei der Geldanlage sollte misstrauisch machen. Bemerkt man, dass der Berater ausschließlich auf den Verkauf eines bestimmten Finanzproduktes hinaus will, ist man wohl auch schlecht beraten.

Vor dem Gespräch muss man sich auch selbst darüber im Klaren sein, was man für seine Altersvorsorge eigentlich erreichen will. Das bedeutet, man muss seine finanziellen Möglichkeiten kennen und sich Gedanken darüber gemacht haben, wie viel man als Rentner zur an Geldmitteln zur Verfügung haben will.

Ein Experte kann auch alle Fragen beantworten, insbesondere kann er Fachvokabular übersetzen und für den Laien verständlich machen. Am besten ist es ohnehin, wenn er solches Kauderwelsch gar nicht erst verwendet. Er sollte seinen Kunden zuhören können und danach mit verständlichen Erläuterungen ein geeignetes Vorgehen besprechen, dass der individuellen Situation gerecht wird.

Die endgültige Entscheidung muss auf jeden Fall immer beim Kunden liegen. Berater, die unter den unzähligen Produkten nur ein einziges empfehlen können, haben nicht optimal beraten. Es müssen zum Schluss Alternativen vorliegen, unter denen der Kunde wählen kann.

jetzt kommentieren? 21. August 2008

Steuervorteile in Rente investieren

Die Rentenreform bringt einen grundlegenden Systemwechsel bei der gesetzlichen Altersrente. Die steuerliche Behandlung wird künftig nach einem ganz anderen Grundsatz erfolgen, als dies in den vorherigen Jahrzehnten der Fall war. Während man bisher seine Rentenansprüche mit versteuerten Beiträgen erwarb, werden genau dies Beträge schrittweise von der Steuer entlastet, bis sie in der Schlussphase der aktuellen Rentenreform gänzlich steuerfrei sein werden. Wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten, sagt der Volksmund. Wer gerade geglaubt hatte, die Altersvorsorge sei künftig ganz ohne Steuerlast zu bekommen, wird, wie zu erwarten, enttäuscht. Im Gegenzug zur steuerlichen Entlastung der Beiträge werden nämlich die ausgezahlten Renten ebenfalls schrittweise versteuert. Auch hier wird eine hundertprozentige Versteuerung erst am Ende der Umstellung einsetzen, die erst im Jahr 2025 erreicht sein wird. Das ganze nennt sich nachgelagerte Besteuerung, heißt aber nicht anders, als das man seine Rente genauso wird versteuern müssen wie alle anderen Einkünfte. Da man im Alter wohl in der Regel weniger Einkünfte haben wird als während der Berufstätigkeit, kann dies sogar dauerhaft steuerlich vorteilhaft sein.Diesen Steuervorteil kann man nun nutzen, um etwas für die private Altersvorsorge zu tun.

Beispielsweise kann jeder Arbeitnehmer im laufenden Jahr sechsundsechzig Prozent der Beiträge zur Altersvorsorge, egal ob für die gesetzliche Rentenversicherung oder Rürup, als Sonderausgabe geltend machen. Nach Abzug des Arbeitgeberanteils bleiben davon immerhin noch sechzehn Prozent der Gesamtbeträge, die man dem Finanzamt wieder abluchsen kann. Wer diesen Jahr für Jahr steigenden Anteil in eine private Altersvorsorge investiert, kann damit einen wichtigen Beitrag zur Schließung seiner privaten Rentenlücke leisten. Da das Rentenniveau unweigerlich sinkt, ist dies auch unbedingt erforderlich. Besonders Personen ohne Kinder profitieren jetzt schon überdurchschnittlich und sollten diese Ersparnis für ein finanziell sorgenfreies Alter investieren.

Macht man dies schon in jungen Jahren konsequent, kann man sich auf ein ähnliches Rentenniveau freuen, wie es heutige Rentner genießen können.

jetzt kommentieren? 07. August 2008

Das fleißigste Sparschwein finden

Private Rentenversicherungen unterscheiden sich in ihrer Angebotsstruktur nur wenig. Das Prinzip ist ja auch denkbar einfach: man legt einen Betrag an oder erspart ihn sich, und erhält dann eine Rente aus der mit dem Geld erwirtschafteten Rendite; bei manchen Verträgen wird auch auf unterschiedliche Art und Weise das Kapital aufgebraucht beziehungsweise als Rente ausgeschüttet. Der entscheidende Unterschied liegt also woanders, und auf den kommt es wirklich an. Die Rede ist von der Rendite, die die jeweiligen Unternehmen für ihre Kunden erwirtschaften. Hier gibt es zum Teil gravierende Abweichungen. Es kommt also sehr darauf an, für welches Unternehmen man sich entscheidet, will man ihm Rentenalter finanzielle gut versorgt sein. Die gleiche Sparleistung kann einmal zu einer vielleicht ausreichenden, ein anderes Mal zu einer üppigen Rentenzahlung führen.Dies ist die Quintessenz einer aktuellen Untersuchung über die Performance privater Rentenversicherungen. Um die einzelnen Unternehmen vergleichen zu können, ging man dabei jeweils von einem Anlagebetrag in Höhe von fünfzigtausend Euro aus, der auf einmal in den Vertrag floss. Zur Beurteilung der langfristigen Entwicklung muss dabei auch das Anlagejahr berücksichtigt werden. Am Anfang der neunziger Jahre entwickelte sich der Finanzmarkt schließlich ganz anders als in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts. Dabei ergeben sich dann auch erhebliche Renditeunterschiede innerhalb des gleichen Unternehmens. Hat man das Geld beispielsweise 1990 bei einer bestimmten Gesellschaft deponiert, die seitdem unter allen Konkurrenten das meisten aus dem Kapital gemacht hat, nämlich beinahe das Doppelte des Ursprungsbetrages, so sieht die Rechnung ganz anders aus, hat man die Anlage fünf Jahre später getätigt. Dann liegt besagtes Unternehmen gerade noch im Mittelfeld, während andere weit bessere Ergebnisse erzielen konnten.

Neben dem Anlagenmanagement spielt für die Rendite auch die Vertragsgestaltung eine Rolle. So macht es einen großen Unterschied, wie das Geld später an den Kunden ausgezahlt wird. Erhält er die ersten Jahre im Verhältnis hohe Summen, wird das Kapital schneller aufgebraucht und mindert den Ertrag in späteren Jahren. Im umgekehrten Fall steigt die Rente mit zunehmendem Alter. Welches Modell man bevorzugt, hängt sehr von den Planungen des Einzelnen für seinen Ruhestand ab.

jetzt kommentieren? 01. August 2008

Sofortrente – wer kommt dafür infrage?

Nun, ganz spontan werden die meisten wohl auf diese Frage antworten, „ich natürlich”. Wer wollte seine Rente nicht gerne sofort beziehen und seinem Chef morgen Ade sagen? Leider ist es nicht so einfach, die Sofortrente hat, man ahnt es, Voraussetzungen, und die wichtigste davon ist Geld. Zwar kann theoretisch jedermann in jedem Lebensalter mit einem Anbieter eine Sofortrente vereinbaren. Das kann dann sinnvoll sein, wenn man zu den Glücklichen gehört, die unverhofft oder auch erwartet, zu einer größeren Summe Geldes gekommen sind, sei es durch eine Erbschaft, einer Schenkung, einen Gewinn, oder bei Fälligkeit einer Geldanlage, zum Beispiel einer Lebensversicherung. Wer dieses Geld unabhängig vom Lebensalter so investieren will, das er auf Lebenszeit einen festen monatlichen Betrag erhält, mit dem er dauerhaft kalkulieren kann, ist mit einer Sofortrente gut bedient. Diese Geldanlage ist auf jeden Fall sicher, auch wenn es anderswo höhere Renditen gibt. Eine Investition in einen Fonds oder ein anderes Bankprodukt empfiehlt sich, wenn man noch relativ jung ist und ein gewisses Risiko bezüglich seiner Altersvorsorge zugunsten der Rendite eingehen kann. Ein übrigens anzuratendes Vorgehen, da man sich ansonsten der Gefahr aussetzt, sein Kapital zu verringern anstatt es zu Vermehren. Darauf sollte man nur verzichten, wenn man sich in einem Lebensalter befindet, in dem man nicht mehr genug Gelegenheit haben würde, neues Kapital aufzubauen, falls man es durch eine zu risikoreiche Anlage verlieren sollte. Dann sollte ein möglichst großer Anteil des eigenen Vermögens in eine Sofortrente fließen, um dauerhaft abgesichert zu sein. Um eine für den Lebensunterhalt und möglichst darüber hinaus ausreichend hohe monatliche Zahlungen zu erhalten, ist allerdings ein nicht unerhebliches Kapital erforderlich. Aus nahe liegenden Gründen, muss ein Anbieter einer Sofortrente so kalkulieren, dass er aus dem eingesetzten Kapital nicht nur die Rente des Kunden lebenslang bestreiten kann, sondern auch selbst an daran verdient, indem er das Geld am Kapitalmarkt arbeiten lässt.

jetzt kommentieren? 24. Juli 2008

So bekommt man seine Rentenbeiträge zurück

Fast jedermann wird im Laufe seines Lebens Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, selbst wenn er die längste Zeit seines Berufslebens dazu nicht verpflichtet ist beziehungsweise auf andere Art für das Alter vorsorgt. So werden zum Beispiel während des Wehrdienstes oder während eines Referendariats vom Dienstherrn Altersrückstellungen gebildet, die nach dem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis der Rentenversicherung überwiesen werden. Ärgerlich, erreicht man dann niemals die Mindestbeitragsjahre. Zahlt man nämlich weniger als fünf Jahre in die Rentenkasse ein, hat man keinen Anspruch auf eine spätere Rentenzahlung. Die gezahlten Beiträge gehen also unweigerlich verloren.Für solche begrenzten Ausnahmefälle besteht die Möglichkeit, sich die bereits gezahlten Beiträge erstatten zu lassen. Um an das Geld zu kommen, müssen jedoch noch weitere Voraussetzungen erfüllt sein. So muss man eine Wartezeit von mindestens fünf Jahren nachweisen können. Zu dieser obligatorischen Wartezeit zählen natürlich die Zeiten der Beitragszahlung. Ebenso diejenigen Zeiten, die man der Kindererziehung gewidmet hat ohne dabei berufstätig zu sein. Dies wird bei der Rentenversicherung ebenfalls als Wartezeit berücksichtigt. Nicht dazu zählen die Zeiten der Ausbildung. Weitere Voraussetzung ist der Abschluss einer freiwilligen Rentenversicherung.

Wer also zum Beispiel in einem freien Beruf arbeitet, dessen Verband eine eigene Altersvorsorge anbietet, kann einen freiwillige Rentenversicherung nachweisen und hat demnach Anspruch auf Auszahlung der Beiträge der gesetzlichen Rentenversicherung. Gleiches gilt für Beamte, für deren Altersvorsorge der Dienstherr sorgt.

Eine weitere Möglichkeit die Auszahlung zu erlangen besteht, sobald man das fünfundsechzigste Lebensjahr vollendet hat, aber keine fünf Beitragsjahre während seines Berufslebens erreichen konnte. Dieser Anspruch ist sogar vererbbar.

Erstattet werden nur die Beiträge, die man auch selbst eingezahlt hat. Dazu zählt zum Beispiel nicht der Arbeitgeberanteil zur Rentenversicherung, ebenso wenig Anrechnungszeiten.

Sinnvoll ist eine Erstattungsgesuch jedoch wirklich nur dann, wenn keine Zweifel bestehen, dass man jemals wieder sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein wird. Sind die Beiträge erst einmal erstattet, verliert man folgerichtig jeden Anspruch gegen die Rentenkasse.

jetzt kommentieren? 22. Juli 2008

Arbeiten ohne Sozialversicherungsabgaben

Sommerzeit ist auch Ferienzeit. In diesen Tagen beginnen in den ersten Bundesländern die Sommerferien. Das bedeutet für die Schüler nicht nur sechs Wochen Ruhe vor der Penne, sondern bieten auch eine gute Gelegenheit, das Taschengeld aufzubessern. Vielen bleibt ohnehin keine Wahl, als etwas hinzuverdienen, da die sinkenden Einkommen der Eltern und die steigenden Preise sich nahe liegender Weise auch auf die finanzielle Ausstattung der Kinder niederschlagen. Für Studenten gilt dies in besonderem Maße, da sie meist ihren Lebensunterhalt aus eigener Kraft bestreiten müssen. Wer dies auch ohne Ferienjob schafft, arbeitet für eine größere Anschaffung oder für den nächste Urlaub.Schüler und Studenten genießen bei der Arbeit einen ganz besonderen Vorteil, um den sie wohl von den meisten Arbeitnehmern beneidet werden. Ihr Einkommen, dass sie in der schulfreien Zeit erhalten, ist befreit von allen Sozialabgaben und die abgeführte Lohnsteuer erhält man problemlos wieder mit dem Lohnsteuerjahresausgleich zurück.  Von diesem Vorteil profitiert im Übrigen auch der Chef, denn auch er muss weder Beiträge für die Rentenversicherung noch für die Pflegeversicherung abführen.  Arbeitet man für Brutto gleich Netto macht auch ein mieser Job fast schon Spass und auch schwache Stundenlöhne können sich auf diese Weise rechnen.

Diese schöne Regelung gilt jedoch nicht uneingeschränkt. In bestimmten Fällen werden dann leider doch Abgaben fällig. Keinen Einfluss auf eventuelle Abgaben hat es, wenn man dauerhaft einen Minijob bestreitet, sofern man mit diesem nicht mehr als vierhundert Euro im Monat verdient. Es spielt auch keine Rolle, wie viel man in den Ferien verdient – auch wer das Glück hat eine Arbeit zu finden die sehr gut bezahlt wird, darf das ganze Geld behalten. Eine Einschränkung gibt es in der zeitlichen Dauer der Beschäftigung. Mehr als 2 Monate pro Jahr oder fünfzig Werktage sind nicht drin, will man nicht unter die Sozialversicherungspflicht umgehen. Wer länger arbeiten will, kann dies wiederum nur nach den Regeln eines 400-Euro-Jobs, andernfalls wird er versicherungspflichtig.

jetzt kommentieren? 22. Juni 2008

Geldgrab Lebensversicherung

Eine Lebensversicherung gehört zu den mitunter sinnvollen Vorsorgeprodukten für das Rentenalter. Diese Sparform erfreut sich in Deutschland nach wie vor großer Beliebtheit die auch immer noch zunimmt. Ob man sich zu diesem Schritt entschließen sollte, bedarf allerdings gründlicher Überlegung, will man anstatt Kapital zu bilden dieses nicht verlieren.Die Vorteile einer solchen Versicherung sind nämlich dahin, wenn man im Laufe der Vertragszeit in eine Situation gerät, in der man die laufenden Beiträge nicht mehr bezahlen kann oder man dringend das im Vertrag angesparte Kapital benötigt. Der Verlust, den man dabei in Kauf nehmen muss, kostet nämlich nicht nur die Rendite, sondern auch einen bedeutenden Anteil des gesparten Geldes. Auf Grund der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung kommen inzwischen immer mehr Menschen in die Verlegenheit, ihren Lebensversicherungsvertrag vor der Zeit kündigen zu müssen.

Eine aktuelle Untersuchung hat ermittelt, wie hoch der Verlust beim so genannten Rückkauf einer Lebensversicherung konkret ausfällt. Generell kann man die Aussage treffen, dass der Verlust umso größer ist, je früher man die Versicherung kündigt. Am Beginn der Laufzeit dienen die gezahlten Beiträge nämlich erst einmal dazu, die Vertragskosten zu decken, daß heißt die dafür gezahlten Provisionen zu kompensieren. Diese sind gerade bei Lebensversicherungen besonders hoch, da das Produkt offensiv vertrieben wird. Im Schnitt sind es über dreitausend Euro, die man auf diese Weise verliert. Im ungünstiges Fall zahlte ein Anbieter nur noch etwa zwei Drittel des gesparten Geldes an den Kunden zurück; der Rest fällt ins Vermögen der Versicherung. Diese machen mit dem Rückkauf insgesamt ein sehr lukratives Geschäft. Tatsächlich wird nur etwas ein Viertel aller Verträge bis zum Ende geführt, alle anderen werden vorzeitig beendet. Wer sich nicht sicher ist, dass er das dort angelegte Geld über die Gesamtlaufzeit entbehren kann und er für alle Wechselfälle des Lebens auf andere Ressourcen zurück greifen kann, sollte sich Alternativen überlegen. Eine Geldanlage in einem Fonds hat zum Beispiel den Vorteil jederzeit weitgehend verlustfrei wieder an sein Kapital zu kommen und man kann problemlos die Einzahlungen stoppen, wenn die Mittel einmal knapp werden.

jetzt kommentieren? 22. Juni 2008

Wer berät besser – Bank oder Versicherung?

Was man vielleicht schon instinktiv vermutet hätte, belegt nun eine kürzlich durchgeführte Studie zur Beratungsqualität für Produkte zur Altersvorsorge. Im Ergebnis scheidet der Bankberater dabei deutlich besser ab als der Versicherungsvertreter.Anlass der Studie war es festzustellen, ob die neue Richtlinie der europäischen Union für das Vermittlungswesen einen qualitativen Einfluss auf die Beratung ausgeübt hat. Die bereits dreimal zuvor gemachte Studie hat diesem Daten von über sechshundert Beratungsgesprächen bei fast dreissig Instituten erfasst und bewertet. Dabei wurde sowohl die Beratung für Selbstständige als auch für Angestellte getestet.

Die Richtlinie spielte bei den Testgesprächen allerdings nur selten eine Rolle. Zwar bemühten sich alle, die vielfältigen Informationen, die sie verpflichtet sind zu geben, dem Kunden zukommen zu lassen. Allerdings geschah dies in der Regel nicht durch eine zusammenfassende Erklärung, sondern durch Übergabe von sehr voluminösen Unterlagen, aus denen der Kunde sich diese Infos selbst zusammen suchen muss. Die häufig eingesetzten Computerprogramme zur Unterstützung des Gesprächs schufen da keine Abhilfe.

Fast die Hälfte der Verkäufer machte sich gar keine Notizen zum Gespräch, wozu er eigentlich verpflichtet ist. Nur ein Bruchteil erhielt im Anschluss eine Dokumentation der Beratung, bevor er den Vertrag unterschreiben sollte.

Ob der Kunde richtig beraten wurde, hängt nach wie vor vom Zufall ab. Nur etwa ein Drittel der getesteten Unternehmen analysierte die Verhältnisse des Ratsuchenden einigermassen umfassend. Ob man gerade bei einem dieser Unternehmen landet bleibt reine Glücksache; andernfalls legt man seine Altersvorsorge möglicherweise in die falschen Hände oder wählt ungeeignete Produkte.

Die Banken liegen in der Qualität leicht vor den Versicherungen, obwohl sie sich insgesamt nur um wenige Prozentpunkte unterscheiden.

Riester, – und Rürup – Rente wurden weitgehend der richtigen Zielgruppe empfohlen. Allerdings nicht alle Banken und Versicherungen machen ihre potentiellen Kunden auf die staatlichen Zuschüsse zur Altersvorsorge aufmerksam. Dort wo dies geschehen ist, wurde aber das richtige Produkt für Angestellte und Selbständige angepriesen.

jetzt kommentieren? 18. Juni 2008

Eigenheim als Altersvorsorge?

Es ist schon fast zum geflügelten Wort geworden: die eigenen vier Wände seien ein sehr wichtiger Beitrag für die private Altersvorsorge. Man braucht als Rentner keine Miete zu bezahlen und es steht ein Vermögenswert zur Verfügung, der im schlimmsten Fall für die Versorgung oder gar im Pflegefall als Absicherung dient.Dieses Bild von der Rente in Stein erweist sich wie so vieles bei näherer Betrachtung als trügerisch. Tatsächlich fehlt, zumindest in Deutschland, dieser Geldanlage eine ganz wichtige Eigenschaft, die im vielen anderen Ländern Immobilien jedenfalls bis zur aktuelle Krise in der Branche, als Geldanlage sehr attraktiv machen: die Wertsteigung. Genau daran fehlt es hierzulande. Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten dreißig Jahre, so erkennt man, dass diese fast durchweg in dieser Zeitspanne gesunken sind statt gestiegen. In den meisten Jahren lag die Wertsteigung einer Durchschnittsimmobilie unter der Inflationsrate. Der Eigentümer verliert also von Jahr zu Jahr Geld, welches für die Altersabsicherung später fehlt. Wer hier fälschlicherweise Erträge für das Rentenalter einkalkuliert hat, wird eine bedeutende Versorgungslücke erkennen, sobald er darauf zurückgreifen will.

Grund für diese Preisentwicklung ist die konjunkturelle Entwicklung während dieser Zeit. Besonders sind real sinkende Löhne dafür verantwortlich. Einkommensminderungen wirken sich negativ auf die Kaufkraft aus und sorgen für niedrige oder sinkende Preise.

Günstig ist diese Entwicklung für Mieter, die mit gleichbleibenden oder nur gering steigenden Mieten einen guten Schnitt machen. Wer mietet hat daher rein rechnerisch mehr freies Kapital übrig, dass er in eine renditestarke Altersvorsorge investieren kann, etwa einen Riester-Fonds.

Tatsächlich verhält es sich demnach genau umgekehrt, wie allgemein vermutet: wer auf das eigenen Haus verzichtet, hat zumindest die besseren Startbedingungen für die private Rente.

jetzt kommentieren? 19. Mai 2008

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