Deutschland spart weniger für die Rente
09.Oktober 2008
Die aus den USA kommende Finanzkrise hat nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auch auf das Sparverhalten der Bürger einen nachhaltigen Einfluss. Was man bei uns vorher kaum für möglich gehalten hatte, wird jetzt bittere Realität. Die Sparguthaben bei den Banken scheinen nicht mehr sicher zu sein, das Land schlittert in eine Rezession und die Deutschen haben Angst um ihr Geld. Ein Ende der Krise ist noch gar nicht abzusehen. Es scheint vielmehr so, als ob sie noch gar nicht richtig begonnen hätte. In dieser Situation machen sie die Bürger offensichtlich eher um die Gegenwart und die nähere Zukunft Sorgen, als um ihre Absicherung im Alter. Besonders deshalb, da auch diese Guthaben möglicherweise nicht wirklich sicher sind. Das ist keine Motivation weiter zu sparen oder gar noch mehr zu tun als bisher. So sparten die Deutschen im laufenden Jahr so wenig, wie zuletzt vor drei Jahren.Das sind knapp einhundert neunzig Euro im Schnitt, die der Deutsch monatlich für das Alter zurück legt. Das hat eine große deutsche Bank ermittelt. Noch im letzten Jahr waren es fast zwanzig Euro mehr, die in eine Altersvorsorge eingezahlt wurden. Auch sind es weniger berufstätige Bürger geworden, die überhaupt privat für die Rente vorsorgen. Dieser Wert ist um glatte sieben Prozent gefallen. In den Augen der meisten Bürger ist die wichtigste Altersvorsorge einen eigene Immobilie.
Etwas über vierzig Prozent der Befragten in dieser Studie halten ihre Vorsorge für ausreichend, fast genau der gleiche Prozentsatz sieht es genau anders herum. Über die Hälfte hält die Inflation im Zusammenhang mit der privaten Altersvorsorge für keine wichtiges Problem. Ein Minderheit von etwa zehn Prozent versucht mit entsprechenden Geldanlagen den Kaufkraftschwund durch die Inflation auszugleichen. Die Mehrheit rechnet damit, ein hohes Alter zu erreichen, berücksichtigt diesen Umstand bei der Planung für ihre Finanzen im Rentenalter nicht. Damit werden zwei wichtige Faktoren der Altersvorsorge bei der Mehrheit völlig vernachlässigt, nämlich die Inflation und das steigende Lebensalter. Ohne Einbeziehung dieser Faktoren kann eine private Altersvorsorge nicht gelingen.
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