Geldgrab Lebensversicherung
22.Juni 2008
Eine Lebensversicherung gehört zu den mitunter sinnvollen Vorsorgeprodukten für das Rentenalter. Diese Sparform erfreut sich in Deutschland nach wie vor großer Beliebtheit die auch immer noch zunimmt. Ob man sich zu diesem Schritt entschließen sollte, bedarf allerdings gründlicher Überlegung, will man anstatt Kapital zu bilden dieses nicht verlieren.Die Vorteile einer solchen Versicherung sind nämlich dahin, wenn man im Laufe der Vertragszeit in eine Situation gerät, in der man die laufenden Beiträge nicht mehr bezahlen kann oder man dringend das im Vertrag angesparte Kapital benötigt. Der Verlust, den man dabei in Kauf nehmen muss, kostet nämlich nicht nur die Rendite, sondern auch einen bedeutenden Anteil des gesparten Geldes. Auf Grund der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung kommen inzwischen immer mehr Menschen in die Verlegenheit, ihren Lebensversicherungsvertrag vor der Zeit kündigen zu müssen.
Eine aktuelle Untersuchung hat ermittelt, wie hoch der Verlust beim so genannten Rückkauf einer Lebensversicherung konkret ausfällt. Generell kann man die Aussage treffen, dass der Verlust umso größer ist, je früher man die Versicherung kündigt. Am Beginn der Laufzeit dienen die gezahlten Beiträge nämlich erst einmal dazu, die Vertragskosten zu decken, daß heißt die dafür gezahlten Provisionen zu kompensieren. Diese sind gerade bei Lebensversicherungen besonders hoch, da das Produkt offensiv vertrieben wird. Im Schnitt sind es über dreitausend Euro, die man auf diese Weise verliert. Im ungünstiges Fall zahlte ein Anbieter nur noch etwa zwei Drittel des gesparten Geldes an den Kunden zurück; der Rest fällt ins Vermögen der Versicherung. Diese machen mit dem Rückkauf insgesamt ein sehr lukratives Geschäft. Tatsächlich wird nur etwas ein Viertel aller Verträge bis zum Ende geführt, alle anderen werden vorzeitig beendet. Wer sich nicht sicher ist, dass er das dort angelegte Geld über die Gesamtlaufzeit entbehren kann und er für alle Wechselfälle des Lebens auf andere Ressourcen zurück greifen kann, sollte sich Alternativen überlegen. Eine Geldanlage in einem Fonds hat zum Beispiel den Vorteil jederzeit weitgehend verlustfrei wieder an sein Kapital zu kommen und man kann problemlos die Einzahlungen stoppen, wenn die Mittel einmal knapp werden.
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