Private Altersvorsorge im Abschwung

11.Januar 2009

Eine aktuelle Studie hat das Verhalten der Deutschen bei der privaten Altersvorsorge untersucht, besonders im Hinblick auf die gerade grassierende Wirtschaftskrise.

Im Ergebnis stellt die Studie fest, dass die Bürger im Augenblick deutlich weniger für das Alter zurück legen. Zur Zeit legt jeder Deutsche im Schnitt knapp einhundertneunzig Euro im Monat für die private Altersvorsorge an. So wenig wurde seit den letzten drei Jahren nicht für die Rente gespart. Im vergangenen Jahr war es noch wesentlich mehr, was die Deutschen im Monat auf die Seite gelegt haben, nämlich über zweihundert Euro.

Darüber hinaus planen im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent weniger der Arbeitnehmer, im laufenden Jahr mehr für die private Altersvorsorge zu tun. Dabei ist die private genutzte Immobilie noch immer die beliebteste Anlageform, wenn es um die private Rente geht. Letztes Jahr waren es knapp sechzig Prozent, die sich ein eigenes Haus anschaffen wollten, um im Alter mietfrei leben zu können. Aktuell ist dieser Wert auf fünfundsechzig gestiegen. Bei bestimmten Einzelgruppen ist dieses Bedürfnis sogar noch stärke ausgeprägt. Bei der arbeitenden Bevölkerung sind es noch drei Prozent mehr, bei Eltern sogar sieben Prozent, die auf die eigenen vier Wände bauen, wenn es um die Absicherung des Alters geht.

Während noch vor wenigen Jahren beinahe niemand an der Sicherheit der gesetzlichen Rente gezweifelt hat, sind es heute fast die Hälfte der Arbeitnehmer, die der privaten Altersvorsorge mehr vertrauen als der gesetzlichen Rente.

Bei der privaten Altersvorsorge mangelt es oft an wichtiger Detailarbeit. So bleibt sehr häufig der Effekt der Geldentwertung unberücksichtigt, ebenso die Tatsache, dass die Menschen im Schnitt immer älter werden. Das ist eine gefährliche Fehlentwicklung, die dazu führen kann, dass zahlreiche spätere Rentner ihren Lebensstandard im Alter trotz privater Vorsorge nicht werden halten können.

Auch sind viele staatliche Fördermöglichkeiten nicht hinreichend bekannt. So kennen nur knapp sechzig Prozent die Möglichkeit, die Riester – Förderung neuerdings auch zum Erwerb von Wohneigentum einsetzen zu können.

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