Rendite und Rente

10.November 2008

Die Rendite der gesetzlichen Rentenversicherung ist oft angezweifelt worden. Besonders in Zeiten des Börsenbooms wurden immer wieder Stimmen laut, die den im Verhältnis zur damaligen Börse geringen Ertrag der Rente kritisierten. Das ist im Zeichen der Finanzkrise kein sehr schlagendes Argument mehr. Trotzdem meldet sich gerade jetzt wieder ein privates Finanzinstitut mit Kritik zu diesem Thema. Angeblich wäre die Berechnungen, die die führenden Wirtschaftsinstitute zur Rendite der Rente angestellt haben, unzutreffend. Die dort ermittelten Werte würde zu hoch liegen. Die tendenziell zu günstige Bewertung der Rentenversicherung wurde ebenfalls in dem Bericht angesprochen. In den Berechnungen würden zum Beispiel diverse Risiken fehlen, die sich auf den Gesamtertrag auswirken würden. So wären inzwischen viele Leistungen heraus gefallen und auch die Beiträge würden inflationsbereinigt immer höher werden. Gerade die jüngere Generation hätte daher von der Rentenkasse nicht wesentlich mehr zu erwarten, als sie an Beiträgen vorher eingezahlt hätte.Gegen diese Vorwürfe lässt sich mit einer Renditeberechnung angehen. Trotz steigender Beiträge würden die späteren Rentner immer noch mehr zurückbekommen, als sie selbst eingezahlt hätten. Wer in dreißig Jahren in Rente geht, der kann nach dieser Berechnung etwa mit einer durchschnittlichen Rendite von knapp drei Prozent rechnen, Frauen sogar noch mit etwas mehr. Wer in diesem Jahr in den Ruhestand geht, der kommt sogar in den Genuss von etwa dreieinhalb Prozent Gesamtertrag.

Unbestritten ist jedoch, das die Rendite langfristig sinken wird, aber dennoch immer noch positiv bleibt. Das trifft auf alle Gruppen zu, sowohl Männer als auch Frauen, egal ob sie alleine leben oder verheiratet sind. Auch ist zu bedenken, dass die Rentenversicherung nicht nur eine Altersvorsorge bereitstellt, sondern auch in vielen anderen Fällen Leistungen erbringt, auf die zumindest theoretisch jedermann einmal angewiesen sein könnten. Dazu gehört etwa die Erwerbsminderungsrente oder Rehabilitationsleistungen.

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