Rentenlücke schließen – Anfangen und Durchhalten
10.September 2008
Die private Altersvorsorge ist wichtig, was inzwischen Allgemeingut geworden ist. Die gesetzliche Rentenversicherung wird auf lange Sicht nur noch für wenige als alleinige Absicherung ausreichen.Richtig vorzusorgen ist jedoch nicht unbedingt eine Kleinigkeit. Vielmehr bedarf es umfangreicher Vorbereitungen und viel Mühe, alle relevanten Informationen zu sammeln und das richtige für den persönlichen Bedarf auszuwählen. Man kann also viel falsch machen und trotz hoher Sparleistungen im Alter mit zu wenig Geld dastehen. Die häufigsten und entscheiden Fehler lassen sich jedoch leicht vermeiden. Voraussetzung ist, dass man sich ihrer bewusst ist.
Was niemals funktioniert, obwohl täglich Unzählige darauf hereinfallen, sind Angebote, die es am Markt gar nicht geben kann. Sicherheit und enormer Profit sind Protagonisten, die niemals zusammen auftreten können. Das sagt jedermann der gesunde Menschenverstand, aber allzu oft ist die Gier stärker als die Vernunft. Die Altersvorsorge ist keine Sache, bei der man sich hohe Risiken leisten kann. Gewagte Anlagen können das eingesetzte Kapital vernichten. Deshalb sollte man sich bei allen Angeboten genau anschauen, ob die versprochenen Renditen realistisch sind. Im Zweifel geht die Sicherheit vor, besonders im fortgeschrittenen Alter.
Trotzdem ist die Börse kein Tabu für die private Rente. Zwar birgt jedes Papier gewisse Risiken, aber es gibt zahlreiche Unternehmen, bei denen kein Totalverlust zu befürchten ist. Erfahrungsgemäß erholen sich Aktien auch nach einem steilen Absturz in einigen Jahren wieder. Da man bei der Rente langfristig spart, kann man diese Zeit aussitzen. Außerdem kann die Verlustgefahr durch Investitionen in Fonds minimiert werden.
Widerstehen sollte man der Versuchung, sich Geld von seinem Rentenkonto „auszuleihen”. Auch wenn die Versuchung groß ist, mit einem Teil des Geldes das neue Auto zu bezahlen oder endlich einmal in Urlaub zu fahren, muss man dies unbedingt vermeiden. Bis zum Eintritt ins Rentenalter ist dieses Geld tabu, sonst besteht die akute Gefahr, dass bis dahin auf dem Konto nichts mehr drauf ist.
Um nicht in eine Situation zu geraten, in der man gezwungen sein könnte, auf die Altersrücklagen zurück zu greifen, muss man sich unbedingt gegen alle wichtigen Risiken versichern. Tritt irgendwann eine Berufsunfähigkeit ein ohne dass man eine Absicherung dafür hat, ist von dem Ersparten schnell nicht mehr übrig. Das gleiche gilt für den Fall, dass der Hauptverdiener vor der Zeit stirbt, ohne eine Lebensversicherung abgeschlossen zu haben.
Nicht scheuen sollte man sich, den Rat von Fachleuten anzunehmen. Man kann nicht überall Experte sein, und bei einem so wichtigen Thema ist guter Rat niemals zu teuer.
Wer zu lange mit der Vorsorge wartet, der muss umso mehr Geld aufbringen, da ihm der Zinseszinseffekt nicht helfen kann ein Vermögen aufzubauen. Wer in jungen Jahren mit dem Sparen anfängt, kann selbst mit kleinen Beträgen eine stattliche Summe ansparen.
Artikel gespeichert unter: Altersvorsorge
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