Rentner – die finanziellen Lasten sind zu hoch

27.November 2008

Die Sozialverbände haben sich aktuell zur Lage der deutschen Rentner geäußert. Sie sind zu dem Schluss gekommen, dass es den Rentner deutlich schlechter geht, als dies offiziell dargestellt wird. Die Rentenhöhe ist im Schnitt wesentlich niedriger, als dies den offziellen Zahlen zu entnehmen ist. Betrachtet man beispielsweise die Rentenhöhe in den westlichen Bundesländern, so wird schnell klar, dass ein Großteil der Senioren kaum genug Geld zum Leben übrig hat. So bekommen über vierzig Prozent der männlichen Rentner monatliche Bezüge von der gesetzlichen Rentenversicherung, die unter der Neunhundert – Euro – Grenze liegen. Bei Frauen sieht es sogar noch wesentlich dramatischer aus – hier sind über neunzig Prozent der Rentnerinnen betroffen und müssen mit weniger als eintausend Euro im Monat auskommen. Diese Entwicklung ist nach Ansicht der Sozialverbände noch lange nicht abgeschlossen. Vielmehr wird Altersarmut in Zukunft zu einem Massenphänomen werden, wenn man jetzt keine Gegenmaßnahmen ergreift. Die Regierung behauptet indessen, das Altersarmut weder jetzt noch in Zukunft ein ernst zu nehmendes Problem darstellen wird und verweist dabei auf die staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge.Allein die zu erwartenden Rentenerhöhungen zweigen, dass das Nettoeinkommen der Rentner stetig sinkt. Die für das kommende Jahr geplante Aufstockung der Renten um knapp drei Prozent gleicht noch nicht einmal die Inflationsrate aus. Für die folgenden Jahre wird sogar noch eine deutlich geringere Rentenanpassung erwartet. Außerdem muss man dabei in Betracht ziehen, dass dies keine Nettoerhöhungen sind, sondern die Rentenerhöhung wird weitgehend dadurch erreicht, dass der so genannte Riesterfaktor ausgesetzt wird. Konkret bedeutet dies, dass der normalerweise auf Grund der Rentenreform beschlossene steuerpflichtige Anteil in diesen Jahren nicht erhöht wird. Das nutzt jedoch nur den Rentnern, die überhaupt mit ihrem Einkommen den Steuerfreibetrag überschreiten, was tatsächlich nur eine Minderheit betrifft. Außerdem wird diese Erleichterung ab 2011 wieder rückgängig gemacht und sogar noch verstärkt, da dann sowohl der Riesterfaktor wieder voll greift und der so genannte Nachholfaktor noch eine zusätzliche Belastung darstellen wird. Bei den Rentnern fehlt zudem ein Ausgleich, wie er Arbeitnehmern gewährt wird, indem etwa die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gesenkt werden. Die Rentner dagegen müssen Mehrbelastungen wie einen höheren Krankenkassenbeitrag ab dem nächsten Jahr alleine tragen.

Artikel gespeichert unter: Allgemein

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

Februar 2012
M D M D F S S
« Jun    
 12345
6789101112
13141516171819
20212223242526
272829  

Virtualrank Werbung

Aktuelle Artikel