Sparen für die Rente – aber nicht jetzt
22.Mai 2008
Jahrelange Aufklärung und ungezählte Medienberichte haben in einer breiten Bevölkerungsschicht das Bewusstsein geschaffen, dass die gesetzliche Rente in den meisten Fällen nicht ausreichen wird, um ein sorgloses Leben im Alter zu führen. Ganz im Gegensatz zu dieser weit verbreiteten Erkenntnis steht die Quote derer, die tatsächlich für das Alter privat vorsorgen. So hat noch kaum ein Viertel der Berechtigten einen Riester-Vertrag abgeschlossen, bei anderen Altersvorsorgeinstrumenten sieht es ähnlich aus.Interessanter Weise ist jedoch die finanzielle Potenz der Haushalte beziehungsweise Personen nicht das entscheidende Kriterium, das den Ausschlag gibt ob gespart wird oder nicht. Neben Haushalten, bei denen es schlicht an den Geldmitteln für eine Sparleistung fehlt und solchen, die ohnehin über Vermögen verfügen, gibt es auch eine sehr große Gruppe, die sich eine Vorsorge eigentlich problemlos leisten könnte, es aber nicht tut.
Eine aktuelle Untersuchung hat sich dieses Phänomens angenommen und die Gründe für diesen offenkundigen Widerspruch ermittelt. Einer liegt greifbar nahe und ist wohl jedem bekannt, der sich je mit dem Thema private Altersvorsorge beschäftigt hat. Die Möglichkeiten sind so umfangreich, dass man erst einmal viel Zeit investieren muss, um sich überhaupt einen Überblick zu verschaffen. Auch sind die staatlichen Instrumente für die Alterssicherung nicht ohne weiteres zu verstehen. Wie eine Riester-Rente funktioniert und ob sie sich im Einzelfall rechnet, dass muss man erst einmal herausfinden. Ob man dann nach langer Suche auch das optimale Angebot heraus gesucht hat, bleibt stets ungewiss. Diese Ungewissheit ist ein Hindernis, sich überhaupt mit dem Thema auseinander zu setzen.
Die meisten Menschen können sich auch nur schwer vorstellen, dass sich ihre aktuellen Lebensumstände wesentlich ändern könnten. Das theoretische Wissen, dass man, unternimmt man nichts, im Rentenalter auf viel Komfort wird verzichten müssen, ist einfach zu abstrakt, um zum Handeln zu motivieren.
Aus diesen Gründen bleibt trotz besserer Einsicht allzu oft das entscheidende Handeln aus, ein Versäumnis, das man später gewiss bereuen wird.
Artikel gespeichert unter: Allgemein
Ihr Kommentar
Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback diesen Artikel | Kommentare als RSS Feed abonnieren